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„Du wärst doof, das nicht zu machen“ – Verstappen segnet Lambiase-Wechsel ab

Es ist mehr als ein Personalwechsel – es ist das Ende einer Ära. Max Verstappen äußert sich ungewöhnlich offen zum bevorstehenden Abschied seines langjährigen Renningenieurs Gianpiero Lambiase.

©IMAGO / PsnewZ

Der Abschied eines Schlüsselduos: Warum Gianpiero Lambiase Red Bull verlässt – und was Max Verstappen wirklich darüber denkt.

Wenn im Fahrerlager von Red Bull Racing eine Konstante ins Wanken gerät, ist das selten ein leiser Vorgang. Der geplante Wechsel von Gianpiero Lambiase zu McLaren zum Ende 2027 markiert genau einen solchen Moment. Einen Einschnitt in eine der erfolgreichsten Fahrer-Ingenieur-Beziehungen der modernen Formel 1.

Im Rahmen eines Auftritts in Amsterdam, organisiert von Viaplay, gewährte Max Verstappen seltene Einblicke in die Gespräche hinter den Kulissen.

„Er hat mir erzählt, welche Art von Angebot er erhalten hat. Ich sagte: Du wärst dumm, das nicht zu machen.“

Worte des Niederländers, die weniger nach Verlustangst klingen und mehr nach Respekt.

Zwischen Vertrauen und Vernunft

Die Beziehung zwischen Verstappen und Lambiase war über Jahre hinweg ein fein austariertes Zusammenspiel aus Präzision, Vertrauen und gelegentlicher Reibung. Gemeinsam holten sie Titel, Siege und schrieben Dominanzgeschichte. Doch gerade diese gemeinsame Erfolgsbilanz scheint den Abschied erleichtert zu haben.

„Wir haben zusammen schon alles erreicht“, so Verstappen nüchtern. Der Faktor Familie und langfristige Sicherheit habe bei Lambiase eine entscheidende Rolle gespielt. Ein Aspekt, den Verstappen nicht nur akzeptierte, sondern aktiv unterstützte. Besonders bemerkenswert: Lambiase suchte explizit Verstappens Zustimmung.

„Er wollte das wirklich von mir hören.“

Ein Detail, das die Tiefe dieser Partnerschaft unterstreicht – und gleichzeitig ihren würdevollen Abschluss einleitet.

Mehr als nur ein Abschied

Doch der Wechsel wirft auch größere Fragen auf. Verstappen ließ durchblicken, dass ein zukünftiges Wiedersehen mit Lambiase nicht ausgeschlossen sei – möglicherweise sogar außerhalb der Formel 1. Eine Andeutung, die wiedermal Raum für Spekulationen lässt.

Parallel äußerte sich der Weltmeister kritisch zur aktuellen Entwicklung der Königsklasse. Gespräche mit der FIA und der Formel-1-Führung seien zwar ein Fortschritt, doch „fundamental sitzt etwas falsch“. Verstappen fordert tiefgreifendere Änderungen – und denkt laut über eine Rückkehr zu V10- oder V8-Motoren nach.

Seine Botschaft ist klar: Selbst über seine eigene Karriere hinaus will er Einfluss nehmen.

„Ich will, dass es ein anständiger Sport bleibt.“

Ein Abschied mit Perspektive

Der bevorstehende Wechsel von Lambiase ist kein Bruch – er ist ein Übergang. Einer, der von gegenseitigem Respekt getragen wird und vielleicht nur ein Kapitel in einer noch nicht abgeschlossenen gemeinsamen Geschichte darstellt.

Denn in einer Formel 1, die sich ständig neu erfindet, sind es genau solche Verbindungen, die über den Moment hinaus wirken. Und wer genau hinhört, erkennt: Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

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Lara Wettengel
Lara Wettengel verbindet Motorsport-Leidenschaft mit psychologischer Expertise. Für sie ist die Formel 1 nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern ein Hochleistungsraum für mentale Stärke, Präzision und emotionale Kontrolle. Mit ihrem Hintergrund in Psychologie sowie Akkreditierungen im Bereich Stressmanagement und Emotionaler Intelligenz (EQ) bringt sie eine Perspektive ein, die im Motorsport oft unterschätzt wird: die mentale Dimension von Performance. Seit 2026 verstärkt sie die Redaktion von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst sie News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen zu den zentralen Themen der Formel 1. Perspektivisch bringt sie ihre Expertise zudem in Social-Media-Formate und On-Air-Einordnungen ein. Ihre besondere Stärke liegt darin, sportliche Entwicklungen auch aus psychologischer Sicht zu beleuchten – und verständlich zu machen, was im Kopf der Fahrerinnen und Fahrer über Erfolg oder Niederlage entscheiden kann. Ihr Anspruch: Motorsport in seiner ganzen Intensität auf und neben der Strecke greifbar zu machen – analytisch, fundiert und mit Blick auf die mentale Performance.
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Mai, 2026

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