Auch vor dem Großen Preis von Monaco standen die obligatorischen Pressekonferenzen am Media Day der Formel 1 an. Drei absolute Topfahrer gaben sich dieses Mal die Ehre.
Das einzige Topteam, das fehlte, war Mercedes, doch die Silberpfeile haben laut einigen Fans und Experten ohnehin nicht die Favoritenrolle im Fürstentum.
Charles Leclerc hat seinen Vertrag bei Ferrari verlängert. © IMAGO / Beautiful SportsLeclerc will geheimen Verehrer nicht verraten
Vor allem Charles Leclerc, der gestern seinen Vertrag bei Ferrari verlängerte, gilt als aussichtsreicher Pole-Kandidat. Zwar machte der Monegasse klar, dass er Mercedes in der Favoritenrolle sieht, doch das könnte auch ein Ablenkungsmanöver sein.
Allerdings zielten viele der Fragen auch in Richtung seiner Vertragsverlängerung ab. Hatte der Monegasse andere Möglichkeiten, als bei Ferrari zu verlängern?
„Ja, die gab es. Ich werde nicht sagen, wer, das könnt ihr euch selbst denken, wenn ihr wollt.“
Welches der anderen Top-Teams Leclerc wollte, ist unklar. Einen so guten Fahrer hat allerdings wohl jedes Team auf dem Zettel. Nun ist die Zukunft des Monegassen erst einmal in Stein gemeißelt.
Der Ferrari-Star glaube an das Projekt und die Langzeit-Vision der Scuderia. Kurzfristig könnte ein Monaco-Sieg für den glücklichen Monegassen herausspringen.
Kann Lando Norris seinen zweiten Monaco-Sieg in Folge feiern? © IMAGO / PsnewZNorris hofft auf Sieg trotz starken Ferraris
McLaren-Star Lando Norris, der im letzten Jahr in Monaco triumphieren konnte, glaubt auch an die Stärke von Ferrari, hat den Sieg aber noch lange nicht abgeschrieben.
„Ich denke, wir sind optimistisch. Wir wollen mit der Überzeugung in die Rennwochenenden gehen, dass es möglich ist. Wir wissen, wo wir im Vergleich zu den anderen Autos stehen. Es stimmt, dass Ferrari auf den Geraden nicht so viel Leistung hat, aber sie haben mehr Abtrieb, und das sollte an diesem Wochenende ein Vorteil sein.“
Auf jeden Fall scheint das Weltmeisterteam gewappnet zu sein, um um die Pole mitzukämpfen. Und während Oscar Piastri seit Wochen seine Form sucht, zeigte Norris schon das ein oder andere Mal, wie gut seine Pace in diesem Jahr trotz der Strategie- und Zuverlässigkeitsprobleme ist.
Für Max Verstappen könnte es ein schwieriges Wochenende werden. © IMAGO / Beautiful SportsVerstappen hat wenig Hoffnung in Monaco
Ein Topteam, das in den Pole-Diskussionen nicht genannt wird, ist Red Bull. Und das hat auch einen Grund: Unebene Strecken und Kerbs sind für die Boliden bislang der pure Horror.
Trotz seines ersten Podiums in Montreal wirkte Verstappen vor dem Großen Preis von Monaco alles andere als selbstbewusst.
„Ich weiß nicht, wie sich das Auto morgen anfühlen wird. Monaco kann einen schon mal überraschen, aber realistisch gesehen ist das Auto bei niedrigen Geschwindigkeiten in Ordnung – hier muss man aber gut über Unebenheiten und Kerbs kommen, und das tun wir nicht.“
Verstappen verdeutlichte, dass Red Bull in jedem Bereich besser werden wolle. Für den Niederländer sei das Qualifying das „Highlight des Wochenendes“. Dort wollen er und sein Team performen.
Gabriel Bortoleto würde nichts von einem Qualifying-Splitting halten. IMAGO / Beautiful SportsMonaco zwischen Faszination und Problemen
Alle Fahrer, auch Alex Albon, Esteban Ocon und Gabriel Bortoleto, schwärmten bei den Pressekonferenzen von der Strecke in Monaco. Für sie sei es jedes Jahr etwas ganz Besonderes, dort zu fahren.
Doch vor allem für Q1 gibt es ein großes Problem. In diesem Jahr sind zwei Autos mehr auf der Strecke unterwegs. Das könnte zu schwierigen Situationen führen. Vor allem, weil auch Gelbe Flaggen im Fürstentum keine Seltenheit sind.
In anderen Rennserien setzt man auf ein Splitting der Fahrer in Gruppen, um zu vermeiden, dass zu viele Autos auf der Strecke sind. Während Leclerc kein Problem mit einer solchen Regelung hätte, machte Bortoleto seinen Unmut deutlich.
„Ich bin kein Fan, es ist kompliziert und kann sich auf die Qualifikation auswirken.“
Durch das Splitten der Fahrer und eventuelle Wetterwechsel könnten sich zum Beispiel die Bedingungen auf der Strecke ändern. Das könnte zu einer Wettbewerbsverzerrung führen.
In diesem Jahr bleibt sowieso alles beim Alten. Man darf gespannt sein, wie geordnet das Qualifying vonstattengehen kann – und wer am Ende auf der Pole stehen wird.




































