Sergio Perez ist nach seinem Red-Bull-Aus 2024 zurück in der Formel 1. Der ehemalige Vizeweltmeister soll Cadillac in erfolgreiche Zeiten führen.
Doch bisher hat das Team die üblichen Neulingsprobleme. Das Chassis ist bisher nicht konkurrenzfähig und auch aus dem Ferrari-Motor kann man nicht das Optimum herausholen. Auch deshalb konnte man noch keinen Punkt einheimsen.
Sergio Perez musste über eine Formel-1-Rückkehr nachdenken. © IMAGO / Ricardo Larreina AmadorPerez wollte sich selbst etwas beweisen
In einem exklusiven Interview mit The Race sprach der Mexikaner nun über seine Rückkehr in die Formel 1.
Perez verdeutlichte, dass er nicht in die Formel 1 zurückkehren musste: „Ich hatte Zweifel, ob ich zurückkehren sollte.“ Der Grund sei seine Familie gewesen, denn eigentlich sei er zu diesem Zeitpunkt mit seiner Karriere zufrieden gewesen.
„Aber gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass ich den Sport nicht so verlassen wollte, wie ich ihn verlassen habe. Denn ich bin selbst davon überzeugt, dass ich hier zu den Top-Fahrern gehöre. Und durch meine Rückkehr wird mir bewusst, dass ich zu den Top-Fahrern gehöre.“
Der Mexikaner lässt sich auch trotz der Cadillac-Ergebnisse auf dem Papier nicht von dieser Ansicht abbringen. Leute, die den Sport verstehen, „können leicht erkennen, auf welchem Niveau ich fahre, welches Tempo ich habe und welche Leistung ich erbringe.“
Sergio Perez stand 2024 massiv unter Druck. © IMAGO / HochZweiFehlte die Rückendeckung bei Red Bull?
Perez wollte niemand anderem, außer sich selbst etwas beweisen und machte klar, dass vor allem seine Endzeit bei Red Bull dafür sorgte, dass er zurückkehren wollte.
„Ich befand mich in sehr schwierigen Umständen. Das ist jetzt für alle klar. Aber das Wichtigste ist, dass mir klar ist, dass ich an die Spitze dieses Sports gehöre. Das war für mich der Hauptgrund für meine Rückkehr.“
Der Cadillac-Pilot kam vor allem in seiner letzten Saison beim österreichischen Team nicht mit dem Auto klar und geriet früh unter Druck. Nach dem Abgang des Mexikaners wurde das Red-Bull-Cockpit zu einem echten Schleudersitz.
Liam Lawson und Yuki Tsunoda scheiterten neben Max Verstappen, Isack Hadjar konnte in dieser Saison zumindest das ein oder andere Ausrufezeichen setzen.
Cadillac kann noch nicht mithalten. © IMAGO / ABACAPRESSViel Arbeit bei Cadillac für Perez
Doch jetzt will Perez nicht mehr an Red Bull denken, sondern so schnell wie möglich Fortschritte mit Cadillac machen. Er machte klar, dass das Team in allen Bereichen Fortschritte machen wolle. Bei Boxenstopps, der Strategie und beim Verständnis der Reifen sei noch Luft nach oben.
Doch natürlich soll auch das Auto konkurrenzfähig werden. Doch dem Mexikaner sei klar, dass das Zeit brauchen würde. Cadillac habe „alle Ressourcen vorhanden, aber wir verfügen nicht über alle Werkzeuge oder die nötige Erfahrung, um sie alle zu nutzen“.
„Ich denke, die nächsten paar Monate werden für Cadillac die bislang größte Bewährungsprobe sein, um zu zeigen, wie viel Fortschritt wir erzielen können.“
Mit einem selbstbewussten Sergio Perez in Topform könnte sicher der ein oder andere Achtungserfolg in dieser Saison möglich sein. Im Sprint von Kanada verhinderte nur eine 10-Sekunden-Strafe einen beachtlichen elften Platz. Teamkollege Valtteri Bottas steht dagegen schon unter Druck.




































