Die frühzeitige und langjährige Vertragsverlängerung von Charles Leclerc überraschte die Formel-1-Landschaft.
Zwar wissen viele um die besondere Verbindung des Monegassen mit dem italienischen Rennstall, doch von großen Erfolgen war die Zusammenarbeit bislang noch nicht geprägt.
Mika Häkkinen zählte zu den größten Rivalen von Michael Schumacher. © IMAGO / Marco CanonieroHäkkinen verteidigt Leclers Loyalität
Ein großer Schumacher-Rivale hat sich nun hinter Leclers Entscheidung gestellt und den Monegassen in einem offiziellen Formel-1-Interview verteidigt.
„Ich halte Charles für eine großartige Persönlichkeit. Er ist ein hervorragender Rennfahrer, er ist in einem guten Team und auf dem besten Weg in die Zukunft – ich bin zuversichtlich, dass er es schaffen wird. Wenn man ein Gewinner sein will, wenn man eine Weltmeisterschaft gewinnen will, sollte man sein Leben einfach halten. Man darf es nicht zu kompliziert machen!“
Häkkinen beschrieb, dass es oft passieren würde, dass Fahrer, die nach zwei oder drei Jahren keinen Erfolg hätten, das Team und nicht sich selbst kritisieren würden. Doch wenn „die Fahrer zu oft das Team wechseln, findet man nie die nötige Stabilität.“
„Die Leute lernen nicht zu verstehen, wer man wirklich ist, was erforderlich ist und welche Art von Auto nötig ist, damit dieser talentierte Fahrer wirklich 100 % Leistung bringen kann.“
Charles Leclerc will unbedingt Weltmeister werden. © IMAGO / EibnerWird Leclerc noch einmal Weltmeister?
Der Finne machte aber auch klar, dass man egoistisch sein müsse, um in der Formel 1 erfolgreich zu sein. Für ihn wäre die Entscheidung, bei McLaren zu bleiben, damals nicht schwer gewesen. Man müsse seinem Management vertrauen.
Auch wenn der Finne Markenbotschafter von McLaren ist, würde er dem Monegassen einen Weltmeistertitel gönnen.
„Charles ist eine großartige Persönlichkeit, ein toller Kerl. Ich wünsche mir, dass er eines Tages Weltmeister wird. Ich denke, das wäre natürlich großartig für ihn. Er arbeitet seit Jahren sehr hart. Es wäre großartig für Monaco und natürlich für Ferrari.“
Der Monegasse machte jüngst klar, dass er weiterhin den großen Traum habe, Weltmeister zu werden. Doch noch ist hauptsächlich sein Bolide noch nicht angekommen, wo er sein sollte.
In diesem Jahr sieht es bislang danach aus, als wenn Mercedes und Kimi Antonelli zur Weltmeisterschaft spazieren. Auch Leclers Teamkollege Lewis Hamilton wird für den Monegassen wieder zu einer größeren Bedrohung.
Vielleicht spielen die Regeländerungen für die Jahre 2027 und 2028 der Scuderia in die Karten. Noch haben Leclerc und Ferrari ein Zeitfenster, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Doch die Zeit rennt.




































