Ein Startproblem und der Kampf mit stumpfen Waffen sorgten dafür, dass George Russell beim Großen Preis von Ungarn nicht über Platz sieben hinauskam.
Damit geht der ambitionierte Pilot nur auf dem dritten Rang der Fahrerwertung in die Sommerpause – nach einem vielversprechenden Saisonstart eine bittere Ohrfeige.
George Russell musste sich aufgrund eines Startproblems durchs Mittelfeld kämpfen. © Rew / XPB ImagesRussell konnte für Startproblem nichts
Das Startproblem, das ihn bis ganz ans Ende des Feldes geworfen hat, hatte aber nichts mit einem Fehler des Fahrers zu tun. Mercedes-Boss Toto Wolff bestätigte, dass das Team dafür verantwortlich sei.
George Russell schilderte gegenüber Sky, wie sich die Startphase für den Briten anfühlte.
„Ich stand mit betätigtem Gaspedal bereit, und plötzlich spielte der Motor völlig verrückt; die Drehzahl schwankte extrem zwischen sehr hoch und sehr niedrig.“
Die Jagd nach einer Topplatzierung war dadurch natürlich dahin. Russell konnte sich zwar immer wieder durchs Fahrerfeld pflügen, doch die vorderen Plätze verschafften sich ein Polster, das nicht mehr aufzuholen war. Und auch der Mercedes war zum ersten Mal in dieser Saison von der reinen Pace kein absolutes Top-Auto.
Es war nicht das erste Problem, mit dem Russell in den vergangenen Wochen kämpfen musste, ohne etwas dafür zu können. Der Brite meinte enttäuscht, dass man es „zur Liste“ der Dinge hinzufügen könnte, die in der ersten Saisonhälfte passiert seien. Er hoffe, „dass sich die Lage in der zweiten Hälfte beruhigt“.
Kann sich George Russell zurückkämpfen. © Moy / XPB ImagesMercedes-Star bleibt „positiv“
Trotz der vielen Rückschläge der vergangenen Wochen wolle der Mercedes-Star „positiv“ bleiben. Russell überraschte mit einer Kampfansage und einer leisen Selbstkritik.
„Irgendwann muss man sich wieder aufrappeln und akzeptieren, dass es viele Dinge gibt, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen und sich möglicherweise nachteilig auswirken. Es gibt Dinge, die ich beeinflussen kann und bei denen ich mich verbessern muss – daran werde ich weiter arbeiten.“
In der Sommerpause wird Russell nun erst einmal Zeit haben, seine Kräfte zu sammeln. Die 59 Punkte, die der Brite Rückstand auf seinen Teamkollegen hat, wurden in der Formel 1 in der Vergangenheit das ein oder andere Mal aufgeholt.
Doch eins ist klar: Nach der Sommerpause muss nicht nur Mercedes, sondern auch George Russell die Leistung auf die Strecke bringen. Denn der Name Verstappen geistert immer noch durch die Garage des Teams – auch wenn sein Platz für das kommende Jahr sicher scheint.































