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Lowdon vor Rücktritt optimistisch – Neuer Teamchef mit Perez-Ansage

Im letzten Interview vor seinem Cadillac-Rausschmiss war Graeme Lowdon optimistisch. Sein Nachfolger überrascht mit einer klaren Perez-Ansage.

© Bearne / Moy / xpb Images

Cadillac sorgte für die bislang größte Story in der Sommerpause der Formel 1. Der Rennstall wechselte plötzlich Teamchef Graeme Lowdon aus und schlägt damit einen neuen Weg ein.

Ex-Teamchef Lowdon hat erst am Tag seines Rausschmisses von der Entscheidung erfahren. Vor der Sommerpause klang der Amerikaner noch vorsichtig optimistisch, was den Rennstall anging.

Graeme Lowdon hatte große langfristige Pläne mit Cadillac. © Rew / XPB Images

Lowdon bei letztem Interview zufrieden

Während des Rennwochenendes in Ungarn gab Lowdon in einer Medienrunde ein Interview und sprach über die erste Saisonhälfte des neuen Teams. Obwohl man im Endeffekt nicht wüsste wo man steht, fällte er doch ein relativ klares Urteil.

„Aber wenn man sich all die Dinge ansieht, die wir messen – also wie gut wir unsere Aufgaben erfüllt haben, ob wir die Fristen für die Fahrzeugerprobung am richtigen Tag, die Leistungsprüfung zum richtigen Zeitpunkt und all die anderen Dinge eingehalten haben –, dann haben wir all das geschafft.“

Die Leistungen hätten die „Erwartungen aller außerhalb des Teams deutlich“ übertroffen, so Lowdon. Eine Prognose, wo er am Ende der Saison mit Cadillac stehen wolle, gab er nicht, da es intern sehr schwierig sei, so etwas zu kalkulieren.

Allerdings zeigte sich Lowdon stolz, dass man zumindest bis Ungarn, Aston Martin in puncto Tempo übertroffen habe. Das zeige, „dass jeder im Team eine hervorragende Leistung erbracht hat.“

Perez und Bottas kritisierten das Team und die Zuverlässigkeit immer wieder. © Batchelor / XPB Images

Kritik ließ Lowdon kalt

Doch es gab auch einige Kritik, die das Team über sich ergehen lassen musste. Denn die Zuverlässigkeit und einige Teile, wie Bremsen und Radaufhängung, machten dem Team immer wieder zu schaffen.

Auch Perez und Bottas kritisierten immer wieder die Zustände und die Ausrichtung des Rennstalls. Doch der Ex-Teamchef machte klar, dass die Art der Kritik immer im Rahmen gewesen sei.

„Wenn ich die verschiedenen Medienberichte lese, werden wir so beurteilt, als wären wir ein Team, das schon lange im Fahrerlager ist, und darüber können wir uns nicht beschweren. Eigentlich empfinde ich es als großes Kompliment, dass wir an denselben Maßstäben gemessen werden, denn es zeigt, dass wir professionell aufgetreten sind.“

Er machte klar, dass man „etwas Neues schaffen“ und etwas bewegen wolle. Gleichzeitig machte er klar, dass die Entwicklung wahrscheinlich mehrere Jahre dauern würde. Doch das kann Lowdon nun nicht mehr. Denn in dieser Woche wurde er vor die Tür gesetzt und hat mit der Zukunft des Rennstalls nichts mehr zu tun.

Budkowski will auf Perez setzen. © IMAGO / NurPhoto

Budkowski schiebt Perez-Wechsel einen Riegel vor

Jetzt soll Marcin Budkowski das Ruder übernehmen und den Rennstall, wenn es nach CEO Dan Towriss geht, schneller an die Spitze bringen. Der neue Teamchef machte in einem ersten Statement klar, dass er dafür vor allem einen Mann braucht: Sergio Perez.

„Checo war eine große Bereicherung für das Team, und das gilt auch für beide Fahrer, um ehrlich zu sein. Es wurde viel darüber gesprochen, zwei sehr erfahrene Fahrer zu verpflichten. Ich denke jedoch, dass es für ein junges Team wie dieses entscheidend ist, auf diese Erfahrung und Stabilität zurückgreifen zu können. Wenn ein Fahrer lernt und gleichzeitig das gesamte Team dazulernt, sind das zu viele Variablen. Deshalb halte ich es für wichtig, einen Fahrer wie Checo an Bord zu haben.“

In Gesprächen habe der neue Teamchef erfahren, dass der Mexikaner nicht nur Top-Leistungen auf der Strecke bringen würde, sondern auch das Team im Hintergrund sehr, sehr stark antreibe.

„Ich denke, genau diese Einstellung wollen wir, und genau diese Einstellung habe auch ich. Ich bin mir sicher, dass wir uns in Sachen Einstellung und Einsatz vollkommen einig sein werden.“

Für Budkowski wird es wichtig sein, Perez von einem Verbleib zu überzeugen. Auch die Entwicklung der Boliden kann dabei helfen. Das Projekt Cadillac ist mit dem abrupten Personalwechsel auf jeden Fall noch ein Stück interessanter für Fans und Experten geworden.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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