Graeme Lowdon muss Cadillac in der Sommerpause völlig überraschend verlassen und wird von Marcin Budkowski ersetzt. Eine Entscheidung, die Fragen aufwirft.
Einige davon beantwortete Cadillac-CEO Dan Towriss unmittelbar nach der Verkündung in einer Medienrunde.
Dan Towriss ist der CEO von Cadillac. © Bearne / XPB ImagesDan Towriss traf Entscheidung selbst
Gleich zu Beginn machte der Amerikaner gleich erst einmal klar, dass der Teamchefwechsel seine Entscheidung gewesen sei.
„Es war keine gemeinsame Entscheidung. Der Prozess begann vor ein paar Monaten: Wir sollten wirklich darüber nachdenken, wie die nächste Phase für Cadillac in der Formel 1 aussehen wird, was der richtige Zeitpunkt ist, wie das aussehen würde und dann die Fähigkeiten der verschiedenen Leute da draußen.“
Alle seien „begeistert vom Gespräch mit Marcin“ gewesen „und davon, wie sich diese Beziehung entwickelt hat.“ Mit Lowden habe er erst am Tag der Entscheidung gesprochen. Es habe allerdings keinen anderen Weg gegeben.
Er begründete die schnelle Entscheidung damit, dass es unruhig geworden wäre, wenn die Presse etwas mitbekommen hätte.
„An diesem Punkt wird es destabilisierend, und deshalb ist es wichtig, die Sichtweise der damals bestehenden Führung zu respektieren. Es komprimiert also die Entscheidungsfindung, den Zeitplan und wie diese Dinge zusammenkommen. Das lässt es abrupter wirken, als es sonst wäre.“
Laut ihm sei es „die Natur der Formel 1“, dass solche Dinge passieren und auf welche Art und Weise sie passieren würden.
Nun muss sich Graeme Lowdon einen neuen Job suchen. © Bearne / XPB ImagesCadillac-CEO nimmt Lowden in Schutz
Was Lowden allerdings klarmachen wollte, ist, dass Lowden keine Interimslösung als Teamchef war, sondern dass sich die Dinge so entwickelt hätten. Er „habe großen Respekt vor dem, was erreicht wurde“.
„Das ist für mich und Graeme keine Übergangsphase, sondern fast eine vierjährige Phase des Planens und Aufbauens aller Teile. Es war also der richtige Zeitpunkt, basierend auf den Umständen, die sowohl im Sport als auch im Team bestehen, und dies ist der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort, um diesen Schritt nach vorne zu machen.“
Er sei dem jetzigen Ex-Teamchef „erneut sehr dankbar für das, was er ins Team gebracht hat, und sehr gespannt auf Marcins Führung und darauf, wie die Zukunft für Cadillac aussieht“.
Das Kapitel Lowden ist abgeschlossen. Das Kapitel Budkowski geht auf. Am Ende bleiben trotzdem die Fragezeichen, wann und ob Cadillac in Zukunft so richtig in der Formel 1 ankommen wird.

































