George Russell erlebte in Baku sein wohl bestes Formel-1-Wochenende der gesamten Saison. Der Brite machte in nahezu jeder Session den besten Eindruck.
Viele Fans und Experten fragen sich nun, ob der Brite doch noch in den WM-Kampf eingreifen könnte.
Marc Surer zweifelt immer noch an George Russell. © IMAGO / Beautiful SportsSurer glaubt noch nicht an Kehrtwende
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über das Fabel-Wochenende des Mercedes-Stars gesprochen. Kommentatorenlegende Marc Surer glaubt, dass Russell das neue Auto noch lange nicht verstanden habe.
Ich glaube, er muss erst beweisen, dass er jetzt wirklich den Durchbruch geschafft hat mit diesem Auto. Weil wir das auch bei Leclerc sehen. Der ist ja in einer ähnlichen Situation. Ich habe das auch, glaube ich, bei der letzten Sendung schon erzählt, dass die einfach mit diesen Autos nicht so gut klarkommen.
Er glaube, dass es eher am Streckenlayout liegen würde. Da die Strecke in Baku fast nur 90-Grad-Kurven habe, liege die Vermutung nahe, dass Russell besonders gut mit ihnen klarkäme.
In Malaysia gebe es andere Kurvenkombinationen. Surer hat Zweifel, ob der Brite auch dort brillieren könne. Ob es nur die Strecke oder wirklich die ansteigende Form von Russell war, wird man bereits am kommenden Wochenende sehen.
Russell konnte in Baku triumphieren. © Rew / XPB ImagesFreude über Russell-Sieg
Trotz all seiner Zweifel freut sich der Schweizer, dass der Brite, der ordentlich unter Druck steht, ein solches Rennwochenende abgeliefert hat.
Es ist wirklich toll, nachdem er praktisch aufgegeben hat, und akzeptiert hat, dass der Kimi schneller ist und Weltmeister werden wird. In Monza hat er das spätestens gemerkt. Jetzt hat er praktisch nichts mehr zu verlieren und jetzt plötzlich läuft‘s. Das heißt, der Druck ist von ihm abgefallen. Er fährt jetzt befreiter.
Trotzdem glaube er nicht, dass Russell noch eine Rolle im WM-Kampf spielen würde, da Antonelli trotz eines schlechten Qualifyings ordentlich Punkte einheimsen konnte. Für die Moral des Briten sei es nun aber wichtig, so viele Rennen wie möglich zu gewinnen, so Surer.
66 Punkte trennen die beiden Mercedes-Piloten in der WM‑Wertung. Nach einem wirklichen Kampf sieht es derzeit wirklich nicht aus. Doch, wenn Russell auch in Malaysia zeigen kann, was in ihm steckt, dann könnte vielleicht noch etwas Würze ins Mercedes-Duell kommen.































