Liam Lawson sprang in Zandvoort für den verletzten Isack Hadjar ein. Er übernahm dessen Red Bull Cockpit und fuhr wieder an Max Verstappens Seite. 2025 glückte ihm das weniger gut. Konnte er diesmal den Red Bull bezwingen?
Zwei Rennen fuhr er 2025 für Red Bull bevor man ihn zu den Racing Bulls degradierte | © Getty Images / Red Bull Content PoolLob vom Red Bull-Teamchef
Nach dem Rennen in Zandvoort gab es von Teamchef Laurent Mekies anerkennende Worte für den 24-Jährigen. „Liam hat seine Sache gut gemacht, als er ins Auto gestiegen ist“, sagte Meckies zu den Medien. „Es ist nie einfach, für ein solches Rennen in ein anderes Team und ein anderes Auto zu wechseln. Er hat seine Sache gut gemacht: Gestern im Qualifying fehlte ihm nur eine Zehntelsekunde auf Max, und heute hat er mit dem siebten Platz die Punkte geholt, die angesichts seiner Pace möglich waren“, lobte der Teamchef.
Mekies ist zufrieden mit Lawsons Leistung | © Getty Images / Red Bull Content PoolLawson zieht eigenes Zandvoort-Fazit
Das war nicht das erste Mal, dass Lawson mit Max Verstappen fuhr. Eigentlich war er 2025 als sein Teamkollege gesetzt, doch nach nur zwei Rennen degradierte man ihn zu den Racing Bulls und setzte Yuki Tsunoda in das Red Bull Cockpit. Nun saß der Neuseeländer wieder neben Verstappen. Und das auch noch beim Heimrennen des Niederländers – der Druck sich zu beweisen war also hoch.
Da Zandvoort ein Sprintwochenende war, blieb nur eine Traingssession um sich an den Red Bull zu gewöhnen. Im Sprint Qualifying verpasste Lawson die Top 10 nur knapp, startete und beendete den Sprint auf dem elften Platz. Im Qualifying für das eigentliche Rennen schaffte er es unter die schnellsten Zehn, qualifizierte sich gleich hinter seinem niederländischen Teamkollegen auf Platz 8.
„Es war eine große Herausforderung, in so kurzer Zeit etwas aufzubauen“, sagte Lawson nach dem Qualifying.
Das Ziel war natürlich, mich über das Wochenende hinweg stetig zu verbessern. Ich finde, bis zum Qualifying haben alle gute Arbeit geleistet und mir geholfen, mich im Auto wohlzufühlen – oder zumindest so wohl wie möglich. Ich habe das Gefühl, dass ich so ziemlich alles aus dem Auto herausgeholt habe, was möglich war.
Lawson wollte so vorbereitet wie möglich sein, was aufgrund des doch spontanen Einsatzes etwas schwierig war. Für ihn war das Hauptziel, so nah wie möglich an Verstappens Zeiten heranzukommen und so viel wie möglich von ihm zu lernen.
„Angesichts der Geschwindigkeit des Autos in diesem Jahr war mein Ziel einfach, so nah wie möglich an Max heranzukommen und zu versuchen, von seiner Fahrweise zu lernen“, erklärte Lawson.
Lawson fuhr auf Platz 7 in Zandvoort | © Getty Images / Red Bull Content PoolRed Bull vs. Racing Bull
Der Neuseeländer saß nun in beiden Autos der Red Bull-Familie. Deswegen kann er einen Vergleich zwischen beiden ziehen. Interessanterweise sagte er: Bis auf den Motor haben sie nichts gemeinsam.
„Ehrlich gesagt lässt es sich am besten so beschreiben: Abgesehen von der Antriebseinheit fühlt sich einfach alles anders an“, verglich Lawson. „Das Lenkgefühl im Vergleich zur Bewegung des Autos, die Balance in den Kurven und natürlich der Grip bei hoher Geschwindigkeit – alles daran ist anders.“
Insgesamt ist er jedoch zufrieden mit dem Wochenende. „Es war nicht einfach, mich in kurzer Zeit auf dieses Auto einzustellen, aber es hat mir Spaß gemacht“, sagte Lawson abschließend.
Noch ist es nicht sicher, ob Isack Hadjar bis zum Wochenende in Monza wieder vollständig genesen ist. Vielleicht bekommt Liam Lawson also im Temple of Speed wieder die Chance, den roten Bullen zu bezwingen.






























