Sergio Perez gehört mit seinen 36 Jahren zur älteren Generation der aktuellen Formel 1 Fahrer. Auch wenn er noch einige Jahre das Projekt Cadillac begleiten will, weiß er, dass seine Tage in der Formel 1 angezählt sind.
Perez denkt über Karriereende nach | © Price / XPB ImagesDas Ende naht
Kürzlich war Sergio Perez zu Gast im Beyond the Grid Podcast. Dort sprach der Mexikaner erstaunlich ehrlich darüber, dass sein „Verfallsdatum“ in der Formel 1 immer näher rückt. „Ich denke, es gibt ein bestimmtes Alter, ab dem man abbaut“, meinte der 36-Jährige. Damit meinte er noch nicht einmal den körperlichen Abbau.
„Ich glaube, es ist der innere Antrieb. Es ist der Wille – und man sieht es von außen, wenn man nicht im Auto sitzt, wie viel man an seine Ingenieure und sein Auto denkt“, erklärte Perez.
Wenn man weggeht und anfängt, immer weniger darüber nachzudenken, ist das die erste Warnung, würde ich sagen. Es lässt nach.
Tatsächlich hat Perez eine konkrete Zahl im Kopf. Er glaubt, er hat „vielleicht noch drei Jahre“ in der Formel 1. Doch nicht jeder Fahrer, der die 40er Marke knackt, verliert automatisch den Biss eines Formel 1 Fahrers. Als Beispiel nennt da der Mexikaner Fernando Alonso.
Alonso ist nicht wie der Rest, meint Perez | © Batchelor / XPB ImagesLaut Perez ist Fernando Alonso anders als die anderen
„Wir sehen Fernando vielleicht noch, bis er 60 ist“, scherzte der Mexikaner. „Er fährt immer noch auf einem extrem hohen Niveau. Aber ich glaube, Fernando ist anders“, lobte Perez seinen Kollegen.
Er hat diesen inneren Motor immer noch in sich. Man sieht es ihm an: Wann immer sich eine Chance bietet, wann immer es etwas gibt, das er nutzen kann, hat er diesen Biss noch.
Fernando Alonso wurde dieses Jahr 45 Jahre alt und ist damit der Älteste unter den aktuellen Formel 1 Fahrern. Seit 2001 ist der Spanier in der Formel 1 und wurde 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister. Im Vergleich: Als Alonso seinen zweiten Weltmeistertitel gewann, war der aktuell jüngste Fahrer des Grids – Arvid Lindblad – noch nicht mal auf der Welt. Lindblad wurde im Jahr 2007 geboren.
Sergio Perez glaubt, dass es für einen Fahrer sehr schwer ist den Schlussstrich zu ziehen. Schließlich muss man sich eingestehen, dass man etwas, was man sein Leben lang gemacht hat, einfach nicht mehr machen kann. „Ich glaube, dass es für einen Fahrer verdammt schwer ist einzusehen, dass es reicht, dass man nicht mehr so konkurrenzfähig ist, wie man es sich wünscht oder erhofft“, sagte Perez im Podcast.
Aber am Ende muss man sehr ehrlich zu sich selbst sein und dankbar sein – gegenüber dem Kind, das einst alles begonnen hat. Man muss in der Lage sein zu sagen: ‘Weißt du was, es ist Zeit, etwas anderes zu machen.’
Für Alonso empfindet der Cadillac-Pilot tiefen Respekt: „Ich habe großen Respekt vor dem, was Fernando im Sport geleistet hat, und vor der Motivation, die er hat.“ In dessen Fußstapfen, gerade was das Alter als aktiver Fahrer angeht, möchte Perez aber nicht. „Für mich wird es aber nicht mehr so lange dauern, weil ich außerhalb der Formel 1 noch andere Dinge tun möchte“, machte er abschließend deutlich.































