Auf dem Media Day vor dem Großen Preis von Monza blickten die Journalisten auf den Pressekonferenzen natürlich vor allem auf Ferrari-Pilot Lewis Hamilton und Kimi Antonelli.
Auch Liam Lawson steht als Hadjar-Ersatz weiterhin im Mittelpunkt, während Oliver Bearman Erwartungen an das große Haas-Update hat.
Lewis Hamilton freut sich auf das ADUO-Upgrade. © Bearne / XPB ImagesHamilton philosophiert über Sieg – und lobt Antonelli
Bei Ferrari hofft man an diesem Wochenende vor allem auf das ADUO‑Upgrade, das den Abstand zu den Motoren von Mercedes und Red Bull auf den Geraden verringern soll. Lewis Hamilton glaubt an den Erfolg des Updates.
„Das ist ein Schritt nach vorn. Es ist zwar noch nicht der gesamte Vorsprung, den wir brauchen – das war uns bewusst –, aber allein schon zu sehen, wie die neuen Komponenten im Auto zum Einsatz kommen, ist spannend und zeigt, dass wir weiterhin Vollgas geben.“
Trotz des bleibenden Abstands träumt der Brite von seinem ersten Ferrari-Sieg in Monza. Er habe „Charles 2019 gewinnen sehen, und es wäre phänomenal, wenn er es schaffen würde“.
Auch auf einen anderen Lokalmatadoren, Kimi Antonelli, kam der Brite zu sprechen. Trotz seiner Grid-Strafe glaubt Hamilton, dass sich der Mercedes-Star relativ schnell durchs Feld pflügen kann. Generell würde er derzeit einen „phänomenalen Job“ machen.
„Er hat ein großartiges Team um sich. Da ist zum Beispiel Bono, den ich sehr gut kenne; er ist zuverlässig und beständig. Es ist erstaunlich, seine Fortschritte in so jungen Jahren zu sehen.“
Kimi Antonelli peilt die Top 5 an. © Price / XPB ImagesAntonelli trotz Grid-Strafe heiß
Antonelli selbst freut sich auch auf das Rennwochenende in Monza. Auch wenn er das Feld im Rennen von hinten aufrollen muss, ist er mehr als motiviert. Durch seine Grid-Strafe hat er laut eigener Aussage sogar einen Vorteil: Er kann entspannter ins Wochenende gehen.
„Ich würde mich riesig freuen, wenn ich gewinnen würde! Ich habe auf jeden Fall weniger Druck, aber wir werden trotzdem versuchen, das Beste aus dem Ergebnis herauszuholen. Realistisch gesehen können wir es unter die ersten fünf schaffen, aber das hängt von unserem Tempo ab.“
Er sei glücklich darüber, dass er ein so gutes Auto in diesem Jahr habe, doch auch seine Erfahrung, die er im letzten Jahr gemacht habe, habe ihm geholfen, besser zu werden. Nun habe er bereits bewiesen, dass er gewinnen könne.
Antonelli zeigte sich offen dafür, George Russell zu helfen, um diesen im Qualifying auf eine bessere Position zu bringen. Diskussionen habe es auch schon innerhalb des Teams gegeben.
Bereits beim Rennen in Zandvoort zeigte Mercedes, wie gut man als Team funktioniert, als man George Russell und Kimi Antonelli die Plätze tauschen ließ. Auch in Monza könnte Teamwork gefragt sein.
Liam Lawson freut sich auf seine nächste Chance. © Price / XPB ImagesLawson will alles rausholen – Bearman hofft auf Haas-Upgrade
Liam Lawson war sowieso schon für die Pressekonferenz eingeplant. Doch es war unklar, ob der Neuseeländer als Red-Bull- oder als Racing-Bulls-Pilot an den Start geht. Doch die Hadjar-Verletzung ist noch nicht ganz verheilt. Lawson bekommt also nochmal eine Chance neben Max Verstappen.
„Ich versuche einfach, das Beste daraus zu machen. Es ist eine interessante Situation. Insgesamt war es in Zandvoort ein gutes Wochenende, und hier haben wir drei Trainingsläufe, also reichlich Zeit, uns anzupassen.“
Er habe gewusst, dass die Möglichkeit besteht, doch er habe viel warten müssen. Da sich beide Autos sehr unterschiedlich fahren lassen, wäre der Wechsel von den Racing Bulls zu Red Bull auch nicht ganz einfach gewesen. Lawson ist erleichtert, dass man an diesem Wochenende mehr Trainingssessions hat.
Während Pierre Gasly und Lance Stroll relativ still waren, gibt es bei Oliver Bearman und Haas zumindest mal erfreuliche Nachrichten. Denn für Monza gibt es endlich ein neues Upgrade nach den letzten enttäuschenden Rennen.
„Wir hoffen sehr, dass wir dieses Wochenende eine etwas bessere Leistung zeigen können. Monza ist natürlich vielleicht nicht der beste Ort, um Upgrades einzuführen, da man nicht die volle Wirkung sieht, aber trotzdem war es längst überfällig. Das letzte große Upgrade haben wir in Kanada durchgeführt.“
Es wird spannend zu sehen sein, wie die Hackordnung auf der Strecke in Monza aussehen wird. Die ersten Antworten wird es, wie so oft, bei den Trainings am Freitag geben.































