Lewis Hamilton hätte im finalen Rennen in Abu Dhabi 2021 seinen achten Weltmeistertitel gewinnen können. Doch der damalige Renndirektor Michael Masi setzte sich über das Regelwerk hinweg. Dieser Fehler erlaubte es Max Verstappen beim Restart in der letzten Runde Hamilton zu überholen und so die WM für sich zu entscheiden. Für Mercedes CEO Toto Wolff damals ein harter Brocken, doch mittlerweile sei das anders.
Noch immer kontrovers diskutiert: Abu Dhabi 2021 | © IMAGO / ANPWolff hat sich mit dem Ergebnis abgefunden
Im SAP Podcast sprach Toto Wolff wie er heute über 2021 und das Saisonfinale denkt. Er gab zu, dass ihn der Schmerz noch immer beschäftigt. Nennt man ihm nur als Stichwort 2021 ist das erste was ihm in den Sinn kommt Abu Dhabi. Aber warum ausgerechnet? Das läge vor allem daran, dass Mercedes dort den achten Konstrukteurstitel in Folge gewinnen konnte. „Die acht Konstrukteurstitel sind eine tolle Sache – so etwas hat es in keiner anderen Sportart zuvor gegeben –, daher war das ein schöner Moment“, erklärte Wolff diesbezüglich.
„Aber wie dieses Rennen dann verlaufen ist – das ist etwas, das einem für immer im Gedächtnis bleiben wird“, fügte er hinzu.
Inzwischen habe ich meinen Frieden damit gemacht, und Lewis auch. Max ist definitiv ein verdienter Weltmeister, und die Saison wird nicht durch einen einzigen Nachmittag oder Abend definiert.
Wechselbad der Gefühle bei Mercedes
Auch an seine eigene Reaktion über die Entscheidung des Renndirektors Michael Masi erinnert sich der Österreicher gut. „Meine eigene Reaktion war natürlich … Ich habe schon als Kind versucht, die Dinge unter Kontrolle zu haben, weil ich eine schwierige Kindheit hatte“, erklärte Wolff zunächst, „Ich erinnere mich, dass ich – etwa im Alter von acht, neun oder zehn Jahren – merkte, dass ich unabhängig von meinen Eltern und allen anderen sein und meine eigenen Entscheidungen treffen wollte.“
„Und das war der Moment, in dem meiner Meinung nach alles entschieden wurde. Zehn Runden vor Schluss – oder wie viele es auch waren – gab es kein Szenario mehr, das den Titelgewinn noch hätte verhindern können.“ Wolff war sich sicher, dass wenn alles nach Regelwerk gelaufen wäre, der Titel für Hamilton garantiert gewesen wäre.
Und dann wurde es verhindert, und es war ein Moment der Ungläubigkeit. Das war mein persönliches Empfinden.
Außerdem reflektierte er, wie sich seine Frau Susie Wolff, dabei gefühlt hatte. Sie und Hamilton kennen sich schon aus Kindheitstagen. Sie fuhren bereits in Junior Kategorien und im Kartsport gegeneinander.
„Susie konnte es kaum fassen. Sie kannte Lewis schon aus Kindertagen, als sie gegeneinander Rennen gefahren waren. Sie war also völlig überrumpelt – regelrecht geschockt von der Situation“, erinnerte sich der Mercedes-Teamchef.































