Esteban Ocon macht nach seinem offiziell bestätigten Haas-Aus deutlich, dass seine Leistung aus seiner Sicht nicht der Grund für die Trennung war. Franco Colapinto kommt nach seinem Baku-Crash offenbar ohne zusätzliche Alpine-Strafe davon. Bei Aston Martin wächst derweil der Druck auf Honda – und Max Verstappen bestätigt seinen nächsten GT3-Einsatz in Portimão. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Donnerstag.
Vor dem Formel-1-Wochenende in Malaysia sorgen gleich mehrere Personal- und Technikthemen für Gesprächsstoff. Ocon verarbeitet seinen Abschied von Haas, Alpine zieht unter den Baku-Vorfall um Colapinto offenbar einen Schlussstrich und bei Aston Martin wird bereits über eine mögliche Rückkehr zu Mercedes spekuliert. Verstappen nutzt unterdessen selbst sein einziges Formel-1-freies Oktober-Wochenende für den nächsten Renneinsatz.
Ocon rechnet nach Haas-Aus mit seinem Team ab
Esteban Ocons Abschied von Haas zum Saisonende ist seit Mittwoch offiziell. Geräuschlos geht der Franzose allerdings nicht.
In Malaysia machte Ocon deutlich, dass er die Entscheidung des Teams nicht nachvollziehen könne. Er habe hart gearbeitet, viel in die Entwicklung des Autos investiert und zahlreiche Probleme früh erkannt. Vor allem einen Punkt stellte der 30-Jährige klar: Seine Leistung sei nicht der Grund für die Trennung gewesen.
Welche internen Gründe tatsächlich zur Entscheidung führten, wollte Ocon nicht öffentlich machen. Auch in seiner eigenen Stellungnahme klang allerdings an, dass die Zusammenarbeit aus seiner Sicht nicht immer einfach gewesen sei.
Für 2027 gibt Ocon seinen Formel-1-Traum trotzdem noch nicht auf. Er erklärte, sich vorerst nicht in anderen Rennserien umzusehen und weiter an einer Lösung für die Königsklasse zu arbeiten. Die Möglichkeiten werden allerdings zunehmend überschaubar.
Bei Haas gilt Ferrari-Junior Rafael Câmara als Favorit auf seine Nachfolge. Sollte der Brasilianer tatsächlich den Zuschlag bekommen, würde er künftig gemeinsam mit Oliver Bearman fahren – Haas hätte damit zwei Fahrer aus dem Ferrari-Nachwuchsprogramm im Auto.
©IMAGO / Action PlusColapinto kommt ohne zusätzliche Alpine-Strafe davon
Auch im Fall Franco Colapinto scheint inzwischen Klarheit zu herrschen.
Nach seinem folgenschweren Restart-Crash in Baku hatte Alpine zunächst offen gelassen, ob neben der FIA-Strafe noch interne Konsequenzen folgen könnten. Colapinto erklärte nun in Sepang allerdings, zusätzliche sportliche Maßnahmen innerhalb des Teams seien nie ernsthaft ein Thema gewesen.
Der Argentinier hatte sich in Kurve eins verbremst, Pierre Gasly getroffen und diesen anschließend in Lando Norris geschoben. Für alle drei war das Rennen beendet. Die FIA wandelte Colapintos Zehn-Sekunden-Strafe später in eine Rückversetzung um fünf Startplätze für Malaysia um.
Nach Gesprächen mit Gasly und Flavio Briatore sei der Vorfall intern analysiert und abgehakt worden. Alpine plane unverändert mit Colapinto weiter.
Auch Norris hat seine ursprüngliche scharfe Kritik inzwischen zurückgenommen und sich bei Colapinto entschuldigt. Damit bleibt als wichtigste Konsequenz die Startplatzstrafe in Sepang.
Zusätzlich wird Arvid Lindblad ans Ende des Feldes versetzt. Bei ihm ist allerdings kein Fahrvergehen der Grund, sondern der Austausch mehrerer Komponenten an der Powerunit.
©XPB ImagesAston Martin vor Honda-Bruch? Danner spricht von „ganz heißer Nummer“
Bei Aston Martin wird die Lage rund um Honda zunehmend brisant.
Formel-1-Experte Christian Danner erklärte gegenüber Motorsport-Magazin, Lawrence Stroll habe bei Mercedes bereits diskret angefragt, ob Aston Martin wieder als Kundenteam zurückkehren könnte. Danner spricht in diesem Zusammenhang von einer „ganz heißen Nummer“.
Die Honda-Partnerschaft sollte Aston Martin eigentlich den entscheidenden Schritt in Richtung Spitze ermöglichen. Stattdessen steht das Team mit nur drei Punkten weit hinten in der Konstrukteurswertung und kämpft sowohl mit Performance- als auch mit Zuverlässigkeitsproblemen.
Danner sieht vor allem beim Zusammenspiel zwischen Verbrennungsmotor und elektrischem System einen deutlichen Rückstand. Auch Kühlung und wiederkehrende technische Defekte seien große Baustellen. Aus seiner Sicht trägt Honda deshalb einen wesentlichen Anteil an der aktuellen Misere.
Eine Rückkehr zu Mercedes wäre grundsätzlich nicht völlig neu: Bereits als Racing Point und Force India fuhr das Team mit Mercedes-Powerunits.
Brisant ist die Diskussion vor allem deshalb, weil Aston Martin bei den Fahrern gerade Kontinuität geschaffen hat. Fernando Alonso und Lance Stroll bleiben langfristig – gleichzeitig könnte beim Antrieb der große Kurswechsel bevorstehen. Noch basiert eine mögliche Mercedes-Rückkehr allerdings auf Danners Aussagen; offiziell bestätigt ist ein solcher Schritt nicht.
©IMAGO / Gruppe C PhotographyVerstappen bestätigt nächsten GT3-Start
Max Verstappen nutzt auch sein einziges Formel-1-freies Oktober-Wochenende zum Rennfahren.
Der Red-Bull-Pilot bestätigte in Malaysia seinen Start beim Finale der GT World Challenge Europe in Portimão am 18. Oktober. Verstappen fährt dort für das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing.
Damit steht der viermalige Weltmeister an sieben Wochenenden in Folge im Renneinsatz: Nach Aserbaidschan, Malaysia und Singapur folgt Portimão, anschließend geht es direkt mit den Formel-1-Rennen in den USA, Mexiko und Brasilien weiter.
Der Einsatz wird auch deshalb notwendig, weil bei Verstappen Racing zwei Stammpiloten fehlen. Dani Juncadella und Jules Gounon sind wegen des zeitgleichen WEC-Rennens in Barcelona verhindert. Als Verstappens Teamkollegen werden Chris Lulham und Ben Barnicoat genannt.
Für Verstappen passt der Start zu seinen langfristigen Motorsportplänen. Nach seinem Nürburgring-Einsatz will er auch künftig regelmäßig im GT- und Langstreckensport antreten, wenn es der Formel-1-Kalender zulässt.
Parallel verfolgt er in der Formel 1 noch ein klares Ziel: mindestens einen Grand Prix in dieser Saison zu gewinnen. Bei fünf der vergangenen sechs Rennen stand Verstappen auf dem Podium – für den Niederländer zählt aber letztlich nur der Sieg.
Alle Hintergründe zu Ocons Abrechnung mit Haas, der Entscheidung im Fall Colapinto, den neuen Honda-Gerüchten bei Aston Martin und Verstappens nächstem GT3-Einsatz gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































