Der Anspruch eines Rennstalls wie Red Bull ist es eigentlich, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Dieses Vorhaben ist den Österreichern seit 2021 eigentlich jedes Jahr gelungen.
Doch in dieser Saison fahren die Bullen der Musik meist hinterher und gelten nur als viertstärkstes Team. Und nun steht auch noch das prestigeträchtige Heimspiel an.
Spielberg wird zu einer echten Standortbestimmung für Red Bull. © Coates / XPB ImagesGroßes Upgrade-Paket in Spielberg
Laut dem Telegraaf hat sich der Rennstall viel für das kommende Rennwochenende vorgenommen. Vor allem die Gewichtsreduktion steht im Vordergrund. Vor der Saison hatten die Boliden ungefähr 12 Kilo zu viel auf den Rippen, nun soll man mehr oder weniger beim Minimum-Gewicht angekommen sein.
Nachdem man in Miami bereits einige Updates an den Start gebracht hat, soll das Paket in Spielberg noch einen größeren Impact haben. Allerdings gibt es ein Problem: Beim erfolgsverwöhnten Team ist mittlerweile nicht mehr ganz so sicher, ob jedes Update sitzt. Laurent Mekies weiß selbst, dass ein Österreich-Upgrade nicht allein reichen wird, um an die Spitze zu kommen.
„Wir haben keinen Zweifel daran, dass auch wenn wir diese Updates an den Start bringen, sie nicht ausreichen werden. Deshalb werden wir weitere Neuerungen benötigen, um uns noch weiter zu verbessern.“
Ein schlechtes Ergebnis beim Heimspiel wäre nicht nur für das eigene Prestige, sondern auch für die Zukunft ein schlechtes Zeichen. Denn eine Entscheidung wird Red Bull zusätzlich beeinflussen.
Bei Red Bull gibt es Unmut über die ADUO-Entscheidung. © Moy / XPB ImagesADUO sorgt für Ernüchterung bei Red Bull
Denn mittlerweile scheint die ADUO-Entscheidung laut übereinstimmenden Medienberichten in Stein gemeißelt zu sein. Und das ist eine schlechte Nachricht für den Rennstall.
Denn der Red-Bull-Motor wird von der FIA als der stärkste im ganzen Feld bewertet. Das bedeutet, dass man keine Upgrades bringen darf. Währenddessen können alle anderen Hersteller – auch Mercedes – am eigenen Motor arbeiten.
Da Red Bull sowieso schon in der Verfolgerrolle ist, könnte das die Aufholjagd noch schwieriger machen. Teamchef Laurent Mekies hatte bis zuletzt gehofft, dass man sich mit der FIA unterhalten könne, da der Rennstall die Entscheidung anzweifle. Doch das hat scheinbar nichts gebracht.
Kann man unter diesen Bedingungen überhaupt den Kampf mit Teams wie Mercedes oder Ferrari aufnehmen? Konkurrenzfähigkeit wäre wichtig, denn es gibt noch ein weiteres Problem, das auftreten könnte.
Verlässt Max Verstappen Red Bull?© Rew / XPB ImagesVerstappen setzt Red Bull unter Druck
Denn die Situation von Vierfach-Weltmeister Max Verstappen beim Rennstall ist alles andere als sicher. Der Niederländer soll eine Klausel in seinem Vertrag haben, die ihm einen frühzeitigen Abschied ermöglicht, wenn er nicht zu den Top-2-Fahrern der WM zählt. Das wird er auch kurz- bis mittelfristig wohl nicht schaffen.
Außerdem halten sich hartnäckig die Mercedes-Gerüchte, auch wenn viele das Interesse der Silberpfeile als eine Taktik von Toto Wolff sehen. Vor allem McLaren gilt als ernsthafte Option, weil auch sein Vertrauter Gianpiero Lambiase zum britischen Team wechseln wird.
Max Verstappen ist mit vier Erfolgen der Rekordsieger beim Großen Preis von Österreich. Zurzeit ist ein Sieg aber weiter weg, als in den vergangenen Jahren. Das Upgrade-Paket von Red Bull könnte die letzte Hoffnung werden. Denn ein Spielberg-Wochenende zum Vergessen könnte eine Kettenreaktion verursachen, die das österreichische Team sicher vermeiden will.




































