Lewis Hamilton scheint in dieser Saison endlich bei Ferrari angekommen zu sein. Der Brite feierte in Barcelona seinen ersten Sieg bei der Scuderia und darf sich plötzlich sogar Hoffnungen auf einen WM-Kampf machen.
Der Ferrari-Star wird mittlerweile von allen Seiten für seine Leistungen gelobt, nun meldet sich auch ein wahrer Insider zu Wort, der Hamilton adelt.
Rob Smedley gehörte jahrelang zu den Gesichtern von Ferrari. © IMAGO / Crash Media GroupSmedley lobt besondere Mentalität
Rob Smedley, der von 2004 bis 2013 für Ferrari arbeitete und unter anderem Renningenieur von Felipe Massa war, schwärmte im Podcast High Performance Racing vom Briten.
„Er gibt sich so viel Mühe. Die Leute verstehen Lewis immer falsch, weil er sich mit seiner öffentlichen Rolle eine Art Schutzhülle aufgebaut hat. Aber er ist ein Typ, der – lustigerweise – wie alle anderen auch: Max, Lewis, Michael, Sebastian – all diese Größen arbeiten härter und geben alles, um die Positionen zu erreichen, auf denen sie stehen.“
Er verdeutlichte auch, was es bedeuten würde, wenn man alles dafür gäbe, ein Rennen zu gewinnen, und immer wieder scheitern würde. Doch wenn man „immer wieder zurückkommt und es weiter versucht, dann ist es, wenn es schließlich doch klappt, einfach wie ein Gefühlsausbruch.“
So war es auch bei Hamilton. In der letzten Saison tat sich der Brite unheimlich schwer und wurde von Fans und Experten teils harsch kritisiert und teilweise sogar zum Rücktritt gedrängt. Doch in dieser Saison zeigt der Rekordweltmeister, was immer noch in ihm steckt.
Lewis Hamilton scheint bei Ferrari angekommen zu sein. © IMAGO / NurPhotoAlte Smedley-Kollegen „lieben“ Hamilton
Hamiltons Mentalität scheint wohl auch bei Ferrari gut anzukommen. Smedley sei noch „in vielen Chatgruppen mit all meinen ehemaligen Kollegen, und die sind alle total begeistert von Lewis.“
„Sie lieben ihn einfach. Wir haben darüber gesprochen – das könnte eine Geschichte à la Michael werden. Wenn er das Auto unter Kontrolle bekommt, das Team beflügelt, Rennen gewinnt und sie zu Weltmeistertiteln führt, werden sie ihn absolut lieben.“
Doch das alles ist noch Zukunftsmusik. Im Hier und Jetzt gilt Kimi Antonelli immer noch als klarer Titelfavorit und die Silberpfeile werden alles daran setzen, um zurückzuschlagen.
Die letzten Rennen vor der Sommerpause könnten eine Art Standortbestimmung sein. Darf Ferrari wirklich endlich mal wieder träumen, oder folgt– wie so oft in den vergangenen Jahren – irgendwann die Ernüchterung?




































