Dass Red Bull den besten Motor haben soll, sorgte für mächtige Überraschungen in der Formel 1. Selbst das Team war davon überrascht, schließlich würde diese ADUO-Einschätzung bedeuten, man dürfe keine Upgrades am Motor durchführen. Deswegen bat der Rennstall die FIA um erneute Überprüfung. Nun das finale Ergebnis: Red Bull hat den besten Motor der Teams, die FIA ist bei ihrer ursprünglichen Entscheidung geblieben.
Für Red Bull Teamchef Laurent Mekies war eigentlich Mercedes klarer Anführer der Motorenleistung. „Wir würden uns auf jeden Fall gerne eingehender darüber unterhalten, da wir keine einzige Datenauswertung sehen, die darauf hindeutet, dass wir einen Vorteil gegenüber unseren Freunden bei Mercedes hätten“, sagte er und bat die FIA um ein Gespräch.
Wichtig zu bedenken ist, dass bei dem ADUO-Ranking nur der Verbrenner eingeschätzt wird, die Leistung der Batterie sowie Regenerationsfähigkeit werden nicht bewertet.
Aussage, dass Mercedes 2% schlechter sei, ist falsch
Die FIA räumt ein, dass der Mercedes-Motor nicht mehr als 2% schlechter sei als der von Red Bull. Sie widerlegen damit ihre vorherige Aussage.
Noch steht die offizielle Bestätigung der FIA aus, man peile ein offizielles Statement um das Rennwochenende in Belgien an. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Gespräche mit Red Bull noch finalisiert werden müssen.
Außerdem wurde angedeutet, die FIA sei bereit Red Bull gegenüber transparent zu sein und eine detaillierte Erklärung der von ihr gesammelten Daten und der Gründe für ihre Entscheidungen zu geben – auch wenn einige ihrer Informationen über die Leistung anderer Motorenhersteller aus Vertraulichkeitsgründen nicht offengelegt werden dürfen.
Es ist also unwahrscheinlich, dass die FIA ihre finale Einschätzung ändern wird. Red Bull wird sich damit abfinden müssen, dass sie als einziges Team keine Upgrades am Motor vornehmen dürfen.
Angeblich hat Red Bull den stärksten Motor | © Patching / XPB ImagesFerrari hat bereits für Österreich eines der vom ADUO-Ranking zugesprochenen Upgrade-Pakete gebracht, Audi wendete es bereits für Barcelona an. Honda kündigte ein Upgrade noch vor der Sommerpause an, man kann in Belgien etwa damit rechnen.
Red Bulls Hoffnung am zweiten Testzeitraum sich für ADUO zu qualifizieren, der von Monaco bis zum Ungarn GP andauert, hängt davon ab, ob Mercedes leistungssteigernde Upgrades für ihren Motor bringen wird oder nicht.
Sollte sich Mercedes dazu entscheiden, nichts zu tun oder weitere Teile für ihren Motor zu entwickeln, wäre Red Bull mal wieder in die Falle geraten, den besten Verbrennungsmotor zu besitzen und deswegen nicht in der Lage wäre Upgrades vorzunehmen.




































