Das Kalenderchaos in der Formel 1 könnte noch größer werden als ohnehin schon. Werden die Nahostrennen doch wiederholt oder müssen am Ende auch Katar und Abu Dhabi weichen müssen?
Welche Alternativen gibt es am Ende und was bedeutet das alles überhaupt für den weiteren Verlauf der Saison? Derzeit gibt es viele Fragen und kaum Antworten.
Marc Surer hält nichts von Doppelrennen. © IMAGO / Beautiful SportsDoppelrennen für Surer keine gute Option
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über das Kalenderchaos in der Königsklasse des Motorsports gesprochen.
Diskutiert werden ein zweites Rennen in Barcelona, ein Rennen in Portimao und ein Doppelrennen in Las Vegas, sollten auch die anderen Nahostrennen ausfallen. Von diesen Plänen ist Kommentatorenlegende Marc Surer allerdings wenig begeistert.
„Ja klar, Portimão könnte man jetzt machen, aber zweimal in Barcelona zu fahren, finde ich ein bisschen schwierig. Portimão sehe ich als ja, die stehen immer zur Verfügung, wenn man ein Zusatzrennen benötigt. Die waren in der Corona-Zeit auch immer da, aber zweimal in Las Vegas, naja. Die schimpfen ja jetzt schon, dass die Stadt alles abgesperrt hat. Und dass da zwei Wochen alles abgeperrt wäre, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.“
Auch Formel-1-Chef Stefano Domenicali dementierte zuletzt, dass Las Vegas den Saisonabschluss bilden könnte. Er würde lieber auf andere Möglichkeiten setzen.
Für Niels Wittich sollten die Nahostrennen eigentlich abgesagt werden. © IMAGO / EibnerNahost-Absage für Wittich alternativlos
Doch, noch hält die Formel 1 an den GPs im Nahen Osten fest und würde wohl sogar gerne den Großen Preis von Bahrain in diesem Jahr nachholen. Doch zuletzt soll sich unter anderem der Logistikpartner DHL quergestellt haben.
Für Ex-Rennleiter Niels Wittich ist eine Absage der weiteren Rennen im Nahen Osten eigentlich alternativlos.
„Da muss man ja auch mal sagen, da geht es ja um die Sicherheit aller Beteiligten. Da ist eine Riesenlogistik hintendran, die Wochen vorher schon beginnt. Und es gibt gerade jetzt für den Mittleren Osten pauschal, glaube ich, eine Reisewarnung für alle mitteleuropäischen Firmen. Und da wird auch keine Firma quasi das Risiko übernehmen wollen, die Mitarbeiter in so eine Region schicken zu wollen.“
Schon im Juli will sich die Formel 1 entscheiden, wie das Ende des Rennkalenders in diesem Jahr aussehen soll. Die Königsklasse des Motorsports steht unter Druck – und die Alternativen sind zumindest teilweise zweifelhaft.




































