Vor dem Wochenende hat man es kaum für möglich gehalten, doch Charles Leclerc sendete in Silverstone ein wichtiges Lebenszeichen.
Der Monegasse zeigte nach anfänglichen Problemen ein starkes Qualifying und konnte auch im Rennen triumphieren. Doch, gehörte Lewis Hamilton zu den Hauptgründen für den Erfolg?
Charles Leclerc konnte sich während des Rennwochenendes plötzlich steigern. © Bearne / XPB ImagesVerließ sich Leclerc anfangs auf den Simulator?
Der Brite machte in einer Medienrunde klar, dass sein Teamkollege am Anfang des Wochenendes andere Ideen für das Set-up seines Autos hatte.
„Charles hat zunächst so angefangen, wie es der Simulator vorgab, kam dann aber zu dem Schluss, dass meine Philosophie und der von mir eingeschlagene Weg letztendlich das Richtige waren, und hat sich diesem Ansatz angeschlossen. Es ist schön zu sehen, dass sich der Kurs, auf den ich gedrängt habe, auszahlt und dass wir einfach weiter Änderungen vornehmen und weiter vorantreiben müssen.“
Leclerc selbst zeichnete nach dem Qualifying allerdings ein anderes Bild. Er sagte, dass er lange überlegt habe, ob er seinen Fahrstil anpassen sollte, um den Hamilton-Weg einzuschlagen, weil dieser scheinbar funktionierte.
Doch er entschied sich, „bei dem zu bleiben, was sich in der Vergangenheit bewährt hatte, und zu versuchen, mit dem Auto und allen Werkzeugen, die mir im Auto zur Verfügung standen, eine Lösung zu finden“.
Welche Version nun stimmt, ist völlig unklar. Allerdings ging der Monegasse auch bei seinen Bremsen nach großen Problemen in die Hamilton-Richtung.
Sin beide Ferrari-Piloten nun im WM-Kampf? © Patching / XPB ImagesMit Konstanz in den WM-Kampf?
Am Ende war der Sieg für Leclerc eine Art Genugtuung. In einer Medienrunde nach dem Rennen sagte er, wie wichtig ihm dieser Sieg gewesen sei. Es würde um ihn herum „sehr viel Negativität“ geben, wenn es bei ihm schwierig liefe, und es würden „Geschichten erfunden, und das ist nie ein angenehmes Arbeitsumfeld.“
Viele Fans des Monegassen, fragen sich jetzt natürlich, ob der doch noch in diesem Jahr in einen WM-Kampf eingreifen könnte. Doch der Monegasse denkt erst einmal an seine eigene Konstanz.
„Wie gesagt, das ist nur ein erster Schritt, und ich muss das auf verschiedenen Streckenlayouts beweisen. Aber auf einer solchen Strecke, auf der Selbstvertrauen entscheidend ist, hätte ich das ohne dieses Gefühl nicht geschafft, und deshalb ist das wirklich gut.“
Fakt ist: Leclerc ist neben Hamilton der einzige Fahrer, der die Mercedes-Dominanz in dieser Saison unterbrechen konnte. Vor allem die fehlende Zuverlässigkeit bei den Silberpfeilen darf der Scuderia Hoffnung machen. Doch der Monegasse ist noch ein gutes Stück entfernt. Bis zur Sommerpause muss er weiter liefern, um eventuell in Schlagdistanz zu kommen.




































