Colton Herta gilt schon seit längerer Zeit als die amerikanische Hoffnung und Zukunft in der Formel 1.
Der Ersatzfahrer von Cadillac gab seine Indycar-Karriere auf, um es irgendwann in die Königsklasse des Motorsports zu schaffen.
Colton Herta ist Ersatzfahrer bei Cadillac. © Bearne / XPB ImagesHerta-Zukunft in der Formel 1 fraglich
Doch, so wirklich will es für den US-Amerikaner einfach nicht laufen. Herta steht auf Platz 17 der Fahrerwertung in der Formel 2 und hat immer noch nicht die nötigen Punkte zusammen, um die Superlizenz für einen möglichen Einstieg in die Formel 1 zu erhalten.
Gegenüber planetf1 machte der Youngster nun klar, dass er mit Cadillac noch keine Gespräche geführt habe, ob er mehr Einsätze im Freien Training bekommt, um die nötigen Punkte zu ergattern. Auch über ein mögliches Cockpit beim Team gibt es derzeit anscheinend keine Gespräche.
„Nein, über das nächste Jahr haben wir noch nicht gesprochen. Mein nächstes FP1-Training wird in Budapest stattfinden, das kann ich schon sagen. Aber über die beiden folgenden wird, glaube ich, noch entschieden, abhängig von verschiedenen Faktoren seitens des Teams.“
In den vergangenen Wochen wurde darüber spekuliert, ob Herta den Platz von Valtteri Bottas übernehmen könnte, da der Finne in dieser Saison leistungstechnisch klar hinter Sergio Pérez zurückliegt. Doch Cadillac dementierte die Gerüchte umgehend.
Der US-Amerikaner bezeichnete diese Saison als „enttäuschend“. Er wolle sich allerdings „weiter verbessern und kleine Schritte machen“.
Herta erlebt eine Saison zum Vergessen in der Formel 2. © XPB ImagesSind die Formel-2-Autos das Problem?
Doch, warum läuft es für Herta in dieser Saison beim Hitech-Team so schlecht? Für ihn sei vor allem die Pace im Qualifying enttäuschend, doch gleichzeitig sieht er für sich selbst ein ganz anderes Problem in der Formel 2.
Denn, Herta musste mit seiner IndyCar-Erfahrung seinen Fahrstil anpassen, wie er verdeutlichte.
„IndyCar unterscheidet sich aus vielen Gründen stark. Die Art und Weise, wie man fährt, und wie aggressiv man mit seinen Lenkbewegungen und Mehrfachsteuerungen sein kann, unterscheidet sich sehr von den meisten Autos in Europa, würde ich sagen, insbesondere vom F2-Auto. Ich würde sagen, das F2-Auto ist in Bezug auf den Fahrstil und die Anforderungen, die es stellt, eine Klasse für sich, vor allem im Vergleich zur Formel 1.“
Während man bei einem Indycar- oder Formel-1-Auto etwas mehr seinen eigenen Stempel aufdrücken könnte, wäre das in der Formel 2 ganz anders.
Dort könne man „das Auto nicht zu etwas zwingen, was es nicht will, denn dann wehrt es sich, und man verliert Rundenzeit.“ Seine Rennerfahrung könne ihm allerdings vor allem „in der ersten Runde“ eines Rennens helfen.
Ein besonderes Empfehlungsschreiben hat Herta in diesem Jahr noch nicht abgeben können. Durch den Einfluss von Liberty Media in der Formel 1 und die Herkunft von Cadillac ist er zumindest als Amerikaner immer im Gespräch. Doch zurzeit sieht die Prognose, zumindest für die kommende Saison, eher düster aus.




































