Im Nachgang des Barcelona‑GPs gab es noch die ein oder andere Strafe, die die FIA verkündet hat. Franco Colapinto verlor unter anderem zwei Plätze.
Auch Kimi Antonelli wurde nachträglich bestraft. Doch einen Aspekt des Dokuments gefiel Ex-Rennleiter Niels Wittich gar nicht.
Kimi Antonelli bekam nachträglich eine Fünf-Sekunden-Strafe. © IMAGO / PsnewZAntonelli muss kein Nachspiel fürchten
Zwar bekam der Italiener eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgrund seiner Track-Limit-Vergehen, doch aufgrund des Ausfalls machte das keinen Unterschied.
In Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, machte Wittich klar, dass die Strafe auch nicht mit nach Spielberg genommen wird. Das wäre bei einer Fünf-Sekunden-Strafe unüblich und wäre so auch fest im Regelbuch verankert.
Doch, der Ex-Rennleiter regte sich vor allem über einen Passus innerhalb des offiziellen Schreibens auf. Denn dort steht geschrieben: „Da die entsprechenden Richtlinien möglicherweise Unklarheiten aufweisen, empfehlen die Stewards der FlA, die derzeitigen Verfahren und Richtlinien so bald wie möglich zu überprüfen.“
„Wenn ich das lese, dass die Stewards diesen Satz mit hereinnehmen: ‚Ja, wir empfehlen der FIA, die Prozedere zu überarbeiten und darüber nachzudenken, dass man das besser machen kann‘, das finde ich immer, klingt so ein bisschen oberlehrerhaft.“
Die Stewards seien ein „neutrales Gremium, das noch nicht mal Teil der FIA ist“. Vor drei Jahren wäre dieser Passus aufgenommen worden, obwohl Wittich nie ein Fan davon gewesen sei.
Antonelli hatte mit den Track Limits zu kämpfen. © IMAGO / ZUMA PressTrack-Limit-Fehler für Wittich „unglücklich“
Zu der nachträglichen Strafe kam es, da im Rennen ein Track-Limit-Vergehen von Kimi Antonelli übersehen wurde. McLaren hatte sich daraufhin beschwert und die Stewards hatten sich alles noch einmal angeschaut.
Für Wittich ist so ein Prozedere in der Formel 1 nicht ideal, aber an der Tagesordnung.
„Es ist unglücklich, aber passiert. Man kann ja mal was übersehen. Die Judges of Fact sind auch nicht alle perfekt. Dass man das während des Rennens die Rennleitung mal anfunkt, da drüberzuschauen, oder, dass man protestiert, das ist alles Teil des Sports.“
Deshalb fände er den Satz, den die Stewards in das Dokument gepackt haben, überflüssig. Am Ende sorgte die Entscheidung sowieso nicht für große Diskussionen, da der Italiener sowieso bereits ausgefallen war. Doch nach dem Monaco-Chaos war es die nächste eher unglückliche Performance der FIA.




































