Die Überholmanöver in dieser Saison sind vor allem geprägt durch einen Batterieüberschuss. Oft gehen die Duelle mehrmals hin und her bis einem die Batterie ausgeht, sodass man sie kurzerhand „Yo-Yo“-Duelle taufte. Viele Fahrer sind kein Fan dieses Überholens. In Silverstone gab es wieder einige dieser „Yo-Yo“-Überholmanöver zu sehen. Fernando Alonso machte nach dem Rennen seinem Ärger darüber Luft.
Frust wegen Yo-Yo-Racing
Gerade im Sprintrennen in Silverstone konnte man viele künstliche Überholmanöver beobachten. Aston Martin Pilot Fernando Alonso ist, wie viele andere Fahrer, kein Freund dieses Überholens. Bereits in Monaco wetterte der Spanier die Autos dieses Jahr seien die schlechtesten, die er in seiner Formel 1 Zeit je gefahren habe.
„Ich habe mir gestern noch einmal die Wiederholungen vom Sprint angeschaut. Da überholen die Leute mitten auf der Geraden, nur weil sie mehr Batterie zur Verfügung haben“, schimpfte der 44-Jährige nach dem Rennen in Silverstone.
Das Urteil, das er über das Yo-Yo-Racing fällte, war vernichtend:
Man braucht also keinerlei fahrerischen Input oder Talent, um am Vordermann vorbeizukommen. Du musst niemanden mehr ausbremsen, du musst kein Manöver auf der Außenbahn riskieren und du gehst überhaupt kein Risiko ein. Du drückst einfach auf einen Knopf und ziehst vorbei, sofern deine Power-Unit in dem Moment besser funktioniert als die des Autos vor dir.
Fernando Alonso während des Sprints in Silverstone | © Bearne / XPB ImagesAlonso: „Nächste Woche blüht uns das selbe Spiel“
Aktuell ist die sportliche Situation für ihn und das Team von Aston Martin sowieso nicht die Beste. Er hechelt dem Feld von Rennen zu Rennen eigentlich nur hinterher und duelliert sich wenn überhaupt nur mit Neueinsteiger Cadillac.
Für das nächste Rennwochenende in Spa prognostiziert er ein ähnliches Ergebnis. Auf der ikonischen Strecke wird es dieses Jahr gleich fünf Straight Mode Zonen geben. Alonso erklärte, dass Strecken wie Silverstone und Spa richtige Energiefresser seien. Jedoch dürfte man diese Energie nicht komplett auf den Geraden verschwenden.
Nächste Woche blüht uns genau dasselbe Spiel: Wenn du in Spa von Kurve 1 bis Kurve 5 voll aufdrehst, ist es für den Rest der Runde vorbei. Du musst dort also haushalten, damit du beim Herausbeschleunigen aus Kurve 14 bis hin zur Bus-Stop-Schikane noch Energie übrig hast.
Der Spanier führt seine ernüchternde Erklärung weiter aus: „Wenn du die Energie aber auf diesen beiden Geraden nutzt – was rein strategisch die optimale Variante ist -, dann fährst du danach eine Minute lang im zweiten Sektor komplett ohne Hybrid-Boost herum.“
Und ohne diesen Boost dürfen wir nicht vergessen, dass wir in diesem Jahr deutlich weniger Leistung haben als im Vorjahr. Wenn die Batterie leer ist, haben wir sogar weniger Power als ein Formel 2 Auto. Das ist definitiv eine echte Baustelle.




































