Bei Red Bull stand beim Qualifying in Spa Max Verstappen so weit vorn wie möglich zu platzieren. Dafür musste Teamkollege Isack Hadjar herhalten. Das war aufgrund seiner hohen Startplatzstrafe allerdings kein Problem, da er das Rennen sowieso von ganz hinten starten würde. Im Rennen holte der 21-Jährige ganze 13 Plätze auf! In Race Control kommt Ex-Formel-1-Fahrer Marc Surer gar nicht aus dem Schwärmen über den Französisch-Algerier heraus.
Windschattenspiele im Qualifying
Im Qualifying zeigte sich Hadjar als perfekter Teamplayer. Aufgrund seiner Startplatzstrafen verhalf er Teamkollege Max Verstappen zu dessen zweitem Platz. Er gab in einem brillanten Manöver Verstappen Windschatten und sicherte dem vierfachen Weltmeister damit den Platz in der ersten Startreihe. Der ehemalige Formel 1 Pilot Marc Surer lobte den 21-Jährigen für seinen Teamgeist und die Art der Ausführung: „Hadjar hat das perfekt gemacht, muss man wirklich sagen. Er hat auf [Verstappen] gewartet und dann im richtigen Moment Gas gegeben, gezogen und ist dann auch sofort auf die Seite, damit er ihn nicht behindert. Also perfekt.“
Ist Hadjar Verstappens bester Teamkollege?
An der Seite von Max Verstappen hat man es nicht leicht. Da können seine vielen ehemaligen Teamkollegen Yuki Tsunoda, Liam Lawson, Sergio Perez, Daniel Ricciardo, Pierre Gasly und Alex Albon ein Lied von singen. Die meisten konnten nicht mit dem Niederländer mithalten und waren dann auch wieder schnell weg vom Fenster. Für Surer ist Hadjar aktuell Verstappens bester Teamkollege aus der langen Liste.
Ja, ist er. Ja, also das hätte ich ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut. Aber der ist so was von konstant schnell. Also das nicht nur mal zwischendurch, wie bei den vorhergehenden Teamkollegen gesehen haben, die manchmal eine schnelle Runde hingekriegt haben und dann wieder nicht mehr. Er ist konstant schnell und eben jetzt hat er auch bewiesen, dass er sich auch durchsetzen kann.
„Also wenn man von hinten startet und dann auf Platz 6 fährt, das ist nicht ohne. Das Auto war ja nicht ein Überflieger. Max Verstappen ist ja der Maßstab, was mit dem Auto gehen kann. Hadjar hat wirklich geglänzt in Spa“, führte Surer seine Lobeshymne weiter aus.
Hadjar kann mit Verstappen mithalten | © Getty Images / Red Bull Content PoolKritik unberechtigt laut Surer
Für das Aushelfen im Qualifying erntete Red Bull viel Kritik. Aus alleiniger Kraft hätte es Verstappen nicht auf den zweiten Platz geschafft. Für Surer ist diese Kritik jedoch unberechtigt und zog dabei den Vergleich zum Radsport. Bei der Tour de France sei eine solche Teamarbeit normal, behauptete er. Wenn sowas beim Radsport erlaubt ist, wieso soll es dann im Rennsport verwerflich sein?































