Aufgrund des Nahostkonflikts ist bisher nicht klar, ob die Formel-1-Rennen in Katar und Abu Dhabi stattfinden können.
Eine endgültige Entscheidung um die beiden Rennen ist immer noch nicht gefallen. Die WEC hat die Rennen in Katar und Bahrain Ende Oktober und Anfang November bereits abgesagt. Ist das ein Indiz für die Planung der Königsklasse des Motorsports?
Peter Bayer würde gerne im Nahen Osten fahren. © Bearne / XPB ImagesBayer gibt Hoffnung auf Nahost-Rennen nicht auf
Der CEO der Racing Bulls, Peter Bayer, äußerte sich in einem exklusiven Champ1-Interview zur brennenden Kalenderfrage. Der Österreicher machte klar, was sein großer Wunsch wäre.
„Wir als Team, wir wollen Rennen fahren, das ist, was wir tun. Auf Englisch sagen die: That’s what we do for a living. Also, das ist unser täglich Brot. Und wenn wir keine Rennen fahren, heißt das auch, wir verdienen kein Geld.“
Das Team sei logistisch in der Lage, kurzfristig in den Nahen Osten zu fliegen, da man die nötigen Teile in Bahrain parat habe. Jetzt vertraue Bayer der Formel 1 und Stefano Domenicali. Er bestätigte sogar, dass es am Samstag in Ungarn ein Treffen mit dem Italiener geben würde, bei dem die möglichen Szenarien durchgesprochen werden sollen.
Peter Bayer vertraut seinem Weggefährten Stefano Domenciali. © IMAGO / Hoch ZweiBayer will Nahost-Rennen nicht um jeden Preis
Der CEO der Racing Bulls verdeutlichte allerdings auch, dass er nicht um jeden Preis in den Nahen Osten reisen will.
„Die Grundfrage für mich ist: Ist es sicher, dort zu fahren? Also, weißt du, ich glaube, heute früh gab es anscheinend wieder eine Eskalation im Mittleren Osten, beziehungsweise eine Reisewarnung, wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man da nicht fahren.“
Sollte sich die Situation allerdings noch beruhigen und sollte die Sicherheit von allen gewährleistet sein, dann könne man die Rennen ausrichten. Das sei aber derzeit „schwierig vorstellbar“.
Als Alternative hätten sich schon mehrere Strecken gemeldet, die bereitstehen würden. Konkrete Namen wollte Bayer allerdings nicht nennen.
Kehrt Malaysia in den Rennkalender zurück? © Photo4 / XPB ImagesKehrt Malaysia zurück?
Sein Wunsch wäre es immer noch, in Katar und Abu Dhabi zu fahren, obwohl er mit einem kleinen Augenzwinkern den Red-Bull-Ring in Spielberg ins Spiel brachte. Auch vor einem möglichen Schneetreiben habe Bayer keine Angst.
„Weißt du, ich war ja Skilehrer, und da war der alte Macho-Spruch: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“
Ein Rennen in Österreich ist allerdings derzeit ausgeschlossen. Zumindest gibt es aber mittlerweile Gerüchte um eine neue Strecke, die ins Spiel kommen könnte.
Laut übereinstimmenden Medienberichten könnte Malaysia in den Rennkalender zurückkehren, wenn die Nahost-Rennen nicht ausgerichtet werden können. Auch die Türkei und Portimão geistern weiter durch die Gazetten.
Die Aussagen von Bayer zeigen, dass die Ungewissheit bezüglich der Nahost-Rennen in der Formel 1 dominiert. Die Spekulationen bleiben bestehen und am Ende warten alle auf eine klare Entscheidung.




































