Für Valtteri Bottas verlief die Rückkehr in die Formel 1 bislang nicht wie geplant. Der Finne performt deutlich schwächer als sein Teamkollege Sergio Perez und auch das Cadillac-Team entwickelt sich nur stückweise weiter.
Gerüchte, dass der Ex-Mercedes-Star schon im nächsten Jahr wieder ausgetauscht werden könnte, halten sich trotz des Dementis des Teams hartnäckig.
Valtteri Bottas erlebt keine einfache Zeit. © Bearne / XPB ImagesBottas teilt gegen Medien aus
In einer Medienrunde am Rande des Großen Preises von Belgien sprach Bottas über die Gerüchte bezüglich seiner Zukunft. Laut dem Finnen gehöre es zum Sport dazu und es gäbe „Schlagzeilen, die nicht wahr sind“.
Vor allem durch Social Media könnten mittlerweile viele Dinge viral gehen, weil Leute sie ziemlich schnell aufnehmen würden. So würde es heutzutage laufen.
„Aber das Wichtigste ist, ich kenne die Situation. Sofort, als wir die Gerüchte sahen, kam das Team auf mich zu und sagte: ‚Das ist völlig falsch‘, und ich weiß auch, wie meine Situation ist, deshalb ist alles in Ordnung.“
Für ihn sei diese Situation nicht neu und jeder Fahrer müsse solche Situationen in seiner Karriere durchmachen. Doch er glaube nicht an einen frühzeitigen Abschied bei Cadillac.
Colton Herta ist derzeit Ersatzfahrer bei Cadillac. © Bearne / XPB ImagesLob für Konkurrent Herta
Als Ersatz für Bottas wurde immer wieder Ersatz- und Simulatorfahrer Colton Herta ins Gespräch gebracht. Der Amerikaner, der vor allem in der Indycar-Serie für Furore sorgte, hat allerdings noch keine Superlizenz, um in der Formel 1 fahren zu dürfen.
Trotzdem ist er weiterhin im Gespräch. Bottas hielt das aber nicht davon ab, seinen Teamkollegen zu loben.
„Er unterstützt uns seit dem Simulator. Er lernt noch in der F2, also ist er definitiv ein guter Gewinn für uns. Er hat andere Ansichten aus seiner Vergangenheit; er kommt aus einer völlig anderen Kategorie, mit einer anderen Denkweise und Perspektive, also kann das uns helfen.“
Da Herta zurzeit nur auf Platz 17 der Gesamtwertung in der Formel 2 liegt, er am Ende allerdings Achter werden müsste, um die Superlizenz sicher in der Tasche zu haben, liegt ein Cadillac-Stammcockpit in weiter Ferne. Auch, weil es schwierig ist, die nötigen Punkte für die Lizenz auf anderem Wege zu holen.
Bottas kann sich also erst einmal beruhigt in seinem Sitz ausruhen. Zuletzt wurde er für seine Entwicklungsarbeit gelobt. Doch sobald Cadillac ein Auto auf die Strecke bringt, das mit den Mittelfeldteams mithalten kann, müssen Leistungen folgen. Sonst ist die Formel-1-Karriere des zehnfachen Siegers doch wieder ganz schnell vorbei.




































