Bei Audi hat man zurzeit ein lachendes und ein weinendes Auge. Während Nico Hülkenberg immer wieder mit technischen Problemen zu kämpfen hat, wird sein Teamkollege Gabriel Bortoleto zum Punktejäger.
Für den Deutschen ist die Situation derzeit natürlich alles andere als schön. Auch ein Formel-1-Experte kann den Frust des Audi-Stars verstehen.
TImo Glock hat so langsam kein Verständnis mehr für Audi. © Staley / XPB ImagesGlock verliert die Geduld mit Audi
Formel-1-Experte Timo Glock machte bei Sky klar, dass die Probleme bei Audi mittlerweile zu oft vorkommen.
„Von Anfang des Jahres an gab es schon dreimal einen Rennstart, bei dem ein Auto aus technischen Gründen gefehlt hat. Da muss man sich jetzt hinsetzen und die Hausaufgaben machen.“
Auch wenn er Verständnis dafür habe, dass Audi ein neues Team sei, müsse man nun die Fehler minimieren. Das Team müsse es schaffen, „Nico Hülkenberg ein Auto zur Verfügung zu stellen, das nicht immer wieder technische Probleme hat“.
Schon mehrfach musste das Team die Jagd auf die Punkte abbrechen, da die Technik den Geist aufgegeben hatte. Auch im Qualifying fiel Hülkenberg mit einem Hydraulik-Problem aus. Durch die schlechte Track-Position hatte er keine Chance auf Punkte. Bisher konnte der Deutsche noch keinen einzigen davon sammeln.
Nico Hülkenberg kann mit seiner Saison nicht zufrieden sein. © Bearne / XPB Images„Dann wird die Luft dünn“: Hülkenberg schiebt Frust
Für den Deutschen wurde auch Spa zu einem Rennen zum Vergessen. Im Interview nach dem Rennen machte er klar, dass der Tag von Anfang an unter keinem guten Stern stand.
„Es war eine dynamische erste Runde. Vor allem dieses Jahr mit den verschiedenen Energiestrategien passieren wilde Sachen, die man so noch nicht gesehen oder erwartet hat. Ich hatte auch eine brenzlige Situation mit Bearman ausgangs Kurve elf, der auf einmal quasi stehen geblieben ist. So ist es, da muss man sich irgendwie drumherum manövrieren und das Beste daraus machen.“
Vor allem der Topspeed auf der Geraden würde dem Team derzeit fehlen. Dort würde das Team „zwei, drei Wagenlängen“ verlieren.
„Wenn wir davor sind, können wir wegfahren. Aber wenn wir dahinter sind oder die Kollegen direkt hinter uns, dann wird die Luft dünn.“
Auch wenn sich Audi in den letzten Monaten pacemäßig klar von Teams wie Haas oder Williams abgrenzen konnte, gibt es noch viele Probleme, die spätestens in der zweiten Saisonhälfte gelöst werden müssen. Nur so kann man einen Sprung in der Konstrukteurswertung machen. Trotz der hervorragenden Ergebnisse von Gabriel Bortoleto steht der Rennstall unter Druck.




































