Von Startplatz 13 aus kämpfte sich Lando Norris in Spa durchs Feld und landete zügig vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri. Ein entscheidender Fehler bei der Strategie und ein langsamer Boxenstopp sorgten am Ende dafür, dass Norris das Rennen nur auf P7 beendete – und hinter einem Fahrer landete, der das Rennen als Vorletzter startete. Teamchef Andrea Stella gestand sich nach dem Rennen ein, dass das Team einen Fehler bei der Strategie gemacht habe.
Stella erklärt den späten Boxenstopp von Norris
Während die meisten Teams ihre Fahrer während der Virtual Safety Car Phasen zum Boxenstopp riefen und Zeit zu sparen, entschied man sich bei McLaren nur Oscar Piastri an die Box zu holen. Lando Norris blieb auf den harten Reifen weiter draußen. Andrea Stella erklärte diese Entscheidung nach dem Rennen folgendermaßen: „Zu dem Zeitpunkt waren wir etwas besorgt über einen so langen Stint auf den Medium-Reifen, und wir dachten, dass das Tempo gut genug sein würde, dass Lando im Falle eines weiteren Safety-Cars oder einer virtuellen Safety-Car-Phase in einer starken Position gewesen wäre.“
Bei McLaren hoffte man auf ein weiteres Safety Car – doch dazu kam es nicht. Die Sorgen, die Stella und das Team über die geringe Haltbarkeit der Mediums hatten, waren unbegründet.
Im Nachhinein betrachtet – und angesichts von Landos Tempo auf den Medium-Reifen sowie der Tatsache, dass diese im Gegensatz zum ersten Stint relativ gut durchhielten – denke ich, wir hätten es versuchen sollen.
Kostete ein Strategiefehler Norris das Podium? | © Bearne / XPB ImagesRechnete man bei McLaren nicht damit, dass Norris an Piastri herankäme?
Hätte die VSC-Phase lange genug angedauert, hätte man einen doppelten Boxenstopp gemacht, hieß es von Stella. Diese sei jedoch zu kurz gewesen und so entschied man sich Piastri, der zu dem Zeitpunkt genau hinter Norris lag, an die Box zu holen.
„Es war eine 50-50-Entscheidung. Wir wollten vermeiden, dass Lando durch den ‚Double Stack‘ beim Boxenstopp Zeit verliert, da er das zweite Auto gewesen wäre“, erklärte der Teamchef.
Deshalb haben wir uns entschieden, draußen zu bleiben – aber wie gesagt, es war eine 50-50-Situation, und im Nachhinein betrachtet wäre es wohl besser gewesen, an die Box zu kommen.
Durch den katastrophalen 7,8 Sekunden-Boxenstopp landete Norris am Ende auf P7. Er beendete das Rennen zwei Plätze hinter dem Teamkollegen. Noch frustrierender: Isack Hadjar, der das Rennen von Platz 21 startete, fuhr auf Platz 6 über das Ziel. Der Red Bull-Pilot begann das Rennen ganze 8 Plätze hinter Norris und konnte trotzdem vor ihm die Ziellinie überqueren.
Abschließend meinte Stella dazu nur, dass „Lando sehr gut gefahren [ist] und es verdient hat, dass Rennen auf Platz 7 zu beenden.“
Pace vielversprechend
McLaren erhielt als letztes Kundenteam von Mercedes die neuste Spezifikation des Motors. Mit der neuen PU sah die Pace des McLaren bzw. von Lando Norris gleich äußerst vielversprechender aus. Ohne die Startplatzstrafe hätte Norris um Platz 2 mitfahren können, meinte der Italiener.
Ich denke, das Auto hatte im Qualifying die nötige Pace und basierend auf dem, was wir heute gesehen haben, hatte es auch im Rennen die Pace, um um Podestplätze zu kämpfen.
Man schaue zuversichtlich auf Ungarn, dem letzten Rennen vor der Sommerpause und hofft, dass man zukünftig um einen Podiumsplatz mitfahren kann.




































