Das neue Reglement in der Formel 1 sorgte auch beim Spa-Wochenende für ordentlich Aufregung.
Auf der längsten Strecke des Rennkalenders wurde das Batteriemanagement zu einem echten Problem und sorgte mal wieder für das ein oder andere ungewollte Überholmanöver.
Carlos Sainz ist derzeit nicht zufrieden. © Batchelor / XPB ImagesSainz vermisst altes „Qualifying-Gefühl“
Auch Williams-Pilot Carlos Sainz wurde in einer Medienrunde auf die Kritik angesprochen, dass die Kurve Puhon gar keine richtige Kurve mehr sei. Sein Fazit fiel deutlich aus.
„Im Rennen ist man natürlich stärker durch den verfügbaren Grip eingeschränkt, daher hat man an dieser Stelle etwas mehr mit dem Auto zu kämpfen. Aber ja, ich glaube, wir haben alle das Qualifying-Gefühl des letzten Jahres vermisst – besonders auf einer Strecke wie dieser oder in Silverstone.“
Mehr wolle der Spanier dazu nicht sagen. Jeder wisse, dass das neue Reglement „nicht gut genug“ für die Formel 1 sei und geändert werden müsse. Doch Sainz machte auch klar, dass es Veränderungen geben würde, wenngleich, dass zurzeit nichts bringt.
„Es ist klar, dass es niemandem von uns so viel Spaß macht, die Autos zu fahren, wie im letzten Jahr.“
Das Monza-Rennen könnte in diesem Jahr kritisch werden. © Bearne / XPB ImagesWird Monza noch schlimmer?
Doch das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht zu sein. Denn das Streckenlayout von Monza könnte dafür sorgen, dass das Problem mit dem Batteriemanagement noch größer werden könnte.
„In Monza gibt es keine Hochgeschwindigkeitskurven, in denen man ein wenig mit Gas und Bremse spielt; wir werden also auf den Geraden stark superclippen und die Energiezufuhr deutlich drosseln.“
Auch die geplanten Regeländerungen, die den Verbrenneranteil auf ca. 58 Prozent anheben, werden wohl keine wirklich spürbaren Entwicklungen bringen, so Sainz. Er plädiert für eine Abkehr von der Elektropower.
„Auch wenn sie also versuchen werden, es zu verbessern – und es wird sich auch verbessern –, glaube ich, dass alle genug von dem Übermaß an Elektrik haben und einfach zu dem zurückkehren, was schon immer funktioniert hat.“
Spaß macht Sainz wohl auch nicht die eigene sportliche Situation. Der Williams-Star fährt derzeit im unteren Mittelfeld herum und hat keine Aussicht auf Punkte. Auch vor der Sommerpause sieht die Prognose düster aus. Seine Laune wird wohl erst einmal nicht besser werden.




































