Carlos Sainz kollidierte während des Rennens mit Oscar Piastri. Der McLarenpilot wollte den Williams überrunden. Wegen eines Systemfehlers wurden ihm im Display keine blauen Flaggen angezeigt. Außerdem habe er sich zu dem Zeitpunkt im Kampf mit Alonso befunden. Für den Sky-Experten Ralf Schumacher ist nicht nur die Erklärung schwach.
Sainz kollidierte mit Piastri
Die Kollision zwischen Sainz und Piastri löste viele Diskussionen aus. Piastri wollte überrunden, doch Sainz machte ihm keinen Platz und räumte den Australier beinahe noch ab.
Kurios war außerdem, dass wegen eines Systemfehlers keine blauen Flaggen auf den Displays der Fahrer angezeigt werden konnten. So gab es nur die physischen Flaggen bzw. die digitalen Anzeigen am Streckenrand auf die geachtet werden mussten.
Nach dem Rennen rechtfertigte sich der Spanier für die Situation: „Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, dass ich gleich überrundet werde, und ich steckte mitten in einem Zweikampf mit Fernando.“
Ich hätte nicht erwartet, dass da plötzlich Oscar auftaucht. Aber selbst wenn ich ihn erwartet hätte: Er befand sich im toten Winkel. Es war von meiner Seite unmöglich, die Situation zu verhindern.
Außerdem fügte er hinzu, dass sein Ingenieur ihm hätte Bescheid sagen müssen und das sowas „halt manchmal beim Rennfahren passiert“. Für Ralf Schumacher ist diese Entschuldigung absolut untragbar.
Schumacher zeigt kein Verständnis
Der Sky-Experte findet die Erklärung von Sainz absolut witzlos. Für ihn ist es absolut verständlich, dass Piastri nach dem Rennen sauer war. „Okay, die beiden kämpfen. Aber sorry: Da geht es um die goldene Ananas. Keiner ist um die Punkte gefahren. Dann kommt der Führende des Rennens, und die beiden sind nicht in der Lage [, ihm Platz zu machen]. Und Sainz fährt ihm dann ins Auto. Ein absolutes No-Go aus meiner Sicht“, sagte der Deutsche.
Ralf Schumacher absolut verständnislos Sainz gegenüber | © IMAGO / NordphotoNoch während des Rennens forderte er eine harte Strafe für den Spanier. Eine Strafe von 10 Sekunden sei nicht genug, man müsse ihn noch für das nächste Rennen und das Qualifying gleich mit bestrafen. Nur so würde er und das Team es lernen.
Eine normale Zehnsekundenstrafe wird nicht reichen. Für mich gehört Sainz auch noch fürs nächste Rennen mitbestraft. Im Qualifying einen obendrauf. Weil das macht ja Schule. Das darf gar nicht passieren.
Die Champ1-Experten Niels Wittich und Marc Surer waren zumindest was die Zeitstrafe ähnlicher Meinung. Laut ihnen hätte Sainz die zehn Sekunden definitiv verdient gehabt.
Die Stewards sahen es jedoch anders als Schumacher. Sie bestraften den Williamspiloten „nur“ mit einer 5-Sekunden-Strafe. In der Theorie hatte der ehemalige F1-Fahrer jedoch recht: Laut Reglement hätte es für diese Kollision 10 Sekunden gegeben. Dass sich Piastri im toten Winkel befand, zählten die Stewards hier jedoch als mildernden Umstand.
































