Für beide Haas-Fahrer konnten in Ungarn mal wieder keine Punkte sammeln. Schlimmer noch: Statt vorwärts, ging es für sie sogar eher rückwärts! Beide beendeten das Rennen hinter ihren Ausgangspositionen. Man startete das Rennen auf den Plätzen 15 und 17, beendete es jedoch auf Positionen 16 und 19. Oliver Bearman und Esteban Ocon zogen nach dem Rennen ein Fazit.
Bearman hat kein Vertrauen mehr ins Auto
Der junge Haas-Pilot war nach dem Ungarn-Rennen vor allem eins: Frustriert. Da er blaue Flaggen ignorierte, bestrafte man ihn mit einer Zeitstrafe von fünf Sekunden. Unter anderem ein Grund, wieso er das Rennen auf Platz 19, fernab aller Punkte, beendete.
„Es war definitiv ein sehr langer Tag, wie wir es wohl schon befürchtet hatten. Die mangelnde Pace aus dem Qualifying wurde im Rennen noch verstärkt. So viel Rutschen und Reifenverschleiß“, erklärte Bearman nach dem Rennen zu F1TV.
Der 21-Jährige führte seine Erklärung fort: „Noch dazu konnte ich nicht überholen. Ich steckte also fest und hatte ohnehin keinen Speed. Wir müssen verstehen, warum es in Spa so gut lief und warum dieses Wochenende so schlecht war, denn das Fahrgefühl war das genaue Gegenteil.“
Ich habe jegliches Vertrauen in das Auto verloren. Ich bin dieses Wochenende keine Runde gefahren und habe mich im Auto gut gefühlt.
Bearman nannte sein Auto „einen Albtraum“ in Ungarn | © Rew / XPB Images„Wir denken, dass wir verstehen, warum, aber wir müssen uns in der Sommerpause lange und intensiv mit den Dingen auseinandersetzen“, betonte Bearman deutlich. Haas hat laut ihm viel Arbeit vor sich.
Kein Gleichgewicht zwischen den Autos
„Wir messen große Unterschiede bei den Lastwerten im Vergleich zu diesem Event und im Vergleich zu den anderen Autos. Ja, es ist das Auto. Ich meine, es war ein schreckliches, schreckliches Wochenende, und es ist einfach ein Zeichen dafür, wie schwach wir in Bezug auf Konstanz sind“, führte Bearman weiter aus.
Außerdem musste man bei Haas feststellen, dass zwischen den beiden Boliden kein Gleichgewicht herrscht. Denn, einen treffe es immer, so der Brite: „Denn wenn ich es nicht bin – was ich dieses Wochenende war, und vielleicht bei ein oder zwei anderen -, ist es Estebans Auto, dem plötzlich zehn bis 15 Punkte Abtrieb fehlen. Man hofft also einfach, dass man auf der guten Seite erwischt wird, und wenn man das wird, hat man ein anständiges Wochenende, und wenn nicht, wird es ein sehr, sehr langes. Wir hatten das lange.“
Ocon zeigt Verständnis für Haas
Während Bearman also das ernüchternde Wochenende hatte, erwischte man auf Ocons Seite der Haas-Garage das wohl bessere. „Es gibt viele positive Dinge mitzunehmen: Wir hatten die Konstanz zurück, das Auto war das ganze Wochenende über gesund, wir haben es geschafft, dieselbe Leistung von Freitag über Samstag bis Sonntag und dieselbe Fahrzeugbalance und so weiter beizubehalten. Das war also gut“, zog er als sein persönliches Fazit.
Ocon war nicht so frustriert wie Kollege Bearman | © Moy / XPB ImagesDennoch stimmte der Franzose seinem Teamkollegen zu: „Wir müssen uns mit mehr Leistung für das Auto befassen. Wir müssen uns die nächsten Upgrades am Auto ansehen und hoffen, dass sie einen Unterschied machen.“
Nach der Sommerpause sind bei Haas wohl Upgrades angedacht, die dem Auto eine bessere Performance liefern sollen.
Insgesamt war der 29-Jährige zufrieden mit der Arbeit des Teams auf seiner Seite der Garage. Er hofft, dass das Team zügig herausfinde, woran die Imbalance liegt und dass beide Autos beim nächsten Rennen funktionieren und nicht nur eines.
Haas hat während der Sommerpause eine lange To-Do-Liste. Die wohl wichtigste Aufgabe wird sein, beide Autos auf das gleiche Level zu bringen. Beim nächsten Rennen hofft man deutlich näher an die Top 10 zu kommen, wenn nicht sogar wieder Punkte zu sammeln.
































