Aufgrund des Regenchaos in Milwaukee musste das erste Rennen in Milwaukee in der Nacht nachgeholt werden, während das zweite Rennen schon stattgefunden hatte.
Nach einem kleinen Rückschlag in Rennen 2, bei dem Schumacher von Platz 4 ins Rennen gegangen war und am Ende 13. wurde, wollte der Deutsche in der Nacht zurückschlagen.
Es war ein turbulentes Wochenende auf dem Oval in Milwaukee. © IMAGO / Agencia EFESchumacher dreht sich – Grosjean Schuld
Schumacher positionierte sich im Rennen im Mittelfeld und hatte mit seinem Team die Strategie, etwas länger auf Boxenstopps zu warten, um einen Vorteil durch eine mögliche Gelbe Flagge zu haben.
Dann aber der Schock. Schumacher berührte Romain Grosjean, der zu diesem Zeitpunkt mehrere Runden zurücklag, und drehte sich. Nach dem Rennen äußerte sich der Deutsche gegenüber dem Portal Frontstretch.
„Der Kontakt war unglaublich. Ich habe noch nie in meinem Leben gesehen, dass jemand so rüberfährt. Ich hatte Erfahrungen mit ihm in der Vergangenheit und man denkt, jemand lernt daraus. (…) Das ist kein Racing.“
Grosjean entschuldigte sich nach dem Rennen beim Deutschen und gab an, dass er aufgrund eines Manövers von Louis Foster ausweichen musste. Im späteren Verlauf sprachen beide Ex-Formel-1-Stars miteinander und vertrugen sich recht schnell wieder.
Schumacher-Comeback durch mutige Strategie
Die mutige Boxenstopp-Strategie zahlte sich am Ende allerdings doch noch ein bisschen aus. Schumacher konnte ein Comeback starten und verpasste am Ende die Top 10 nur knapp.
Am Ende wurde der Fahrer von Rahal Letterman Lanigan Racing 12. und feierte damit sogar ein besseres Ergebnis, als beim vorherigen Rennen. Die Frage ist natürlich, ob er ohne den Dreher noch mehr Plätze hätte gutmachen können.
In der Fahrerwertung kletterte Schumacher von Platz 24 auf Platz 23 und hat sogar noch die Chance, zum besten Rookie der Saison zu werden. Dafür müsste aber ein Top-Ergebnis beim letzten Rennen in Monterrey rausspringen.
Alex Palou ist zum fünften Mal Champion der Indycar-Serie. © IMAGO / NurPhotoO’Ward Doppelsieger – Palou feiert Meisterschaft
Der strahlende Gewinner war Pato O’Ward, der sich in beiden Rennen an die Spitze setzen konnte. Er ließ David Malukas und Rinus Veekay hinter sich und hat nun noch gute Chancen, auf Platz 2 in der Meisterschaft vorzurücken.
Der erste Platz ist aber bereits vergeben. Wie bereits in den vergangenen drei Jahren setzt sich auch Alex Palou die Krone auf. Insgesamt ist es sein fünfter Titel in der Serie. Im Rennen wurde der Dominator der letzten Jahre nur Zehnter.
In einem offiziellen Interview nach dem Rennen zeigte sich der Spanier überglücklich.
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin meinem Team und allen Partnern unglaublich dankbar. Heute hatten wir ein schwieriges Rennen. Wir mussten die ganze Zeit leiden. Ich musste aber fokussiert bleiben. Es ist toll, einen weiteren Titel zu haben und ich bin bereit, den nächsten zu holen!“
Doch erst einmal steht noch ein Rennen in dieser Saison auf dem Programm. Am kommenden Wochenende steht das Saisonfinale in Monterrey an. Dort will auch Mick Schumacher wieder zeigen, was er noch im Köcher hat.






























