In der neuen Ausgabe von RACE CONTROL analysieren Marc Surer und Ex-Rennleiter Niels Wittich die großen Aufreger rund um den Kanada-GP – und vor allem McLaren steht dabei massiv im Fokus. Nach einem chaotischen Rennwochenende diskutieren beide über Strategiefehler, interne Dynamiken und die Folgen für den WM-Kampf. Gleichzeitig geht es um George Russell, Mercedes’ Aufschwung und die Frage, wie schwer der Rückschlag für den Briten wirklich wiegt.
Surer sieht McLaren unter Druck
Marc Surer spricht in der Analyse offen über die Probleme bei McLaren. Aus seiner Sicht habe das Team in Kanada unnötig kompliziert agiert und sich damit selbst geschwächt. Gerade im Titelkampf seien solche Fehler besonders gefährlich.
Auch Niels Wittich ordnet die Situation kritisch ein. In der aktuellen Formel 1 könnten schon kleine strategische Fehlentscheidungen große Auswirkungen haben – vor allem dann, wenn die Konkurrenz wie Mercedes oder Verstappen konstant punktet.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Szenen auf der Strecke, sondern auch um die grundsätzliche Frage, wie McLaren intern mit dem Druck eines WM-Kampfs umgeht.
©Mercedes AMG F1Russell zwischen Aufschwung und Rückschlag
Großes Thema bleibt außerdem George Russell. Mercedes zeigte sich in Kanada erneut stark, trotzdem fühlt sich das Wochenende für Russell am Ende eher nach einer verpassten Chance an.
Surer lobt vor allem Russells Aggressivität und seine Mentalität im direkten Duell. Genau dort fällt auch der Satz, Russell fahre aktuell „mit dem Messer zwischen den Zähnen“. Gleichzeitig diskutieren beide, wie wichtig die kommenden Rennen für den weiteren Verlauf des Titelkampfs werden.
Wittich sieht Mercedes aktuell stabiler als noch zu Saisonbeginn. Trotzdem könne sich das Kräfteverhältnis in diesem engen Feld schnell wieder verschieben.
©IMAGO / Gregoire TruchetMercedes meldet sich endgültig zurück
Einigkeit herrscht bei beiden Experten darüber, dass Mercedes inzwischen wieder ernsthaft im WM-Kampf angekommen ist. Das Team wirke strukturierter, ruhiger und sportlich deutlich gefestigter als noch zu Beginn des Jahres.
Vor allem die Entwicklung des Autos und die Konstanz über ein komplettes Wochenende hinweg sehen Surer und Wittich als entscheidenden Fortschritt.
Kanada könnte ein Wendepunkt gewesen sein
Nach der Analyse bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Der Kanada-GP könnte für die weitere Saison wichtiger gewesen sein, als es die reine Ergebnisliste vermuten lässt.
McLaren zeigt plötzlich Schwächen, Mercedes stabilisiert sich – und im Hintergrund bleibt der Titelkampf enger, als viele zuletzt gedacht hatten. Genau deshalb sehen Surer und Wittich in Montreal ein Wochenende, das für die kommenden Monate noch große Bedeutung bekommen könnte.
©Getty Images / Red BullWeitere Themen der Sendung
Außerdem diskutieren Marc Surer und Niels Wittich über Verstappens Rolle im Titelkampf, Ferraris nächste Baustellen und die Frage, ob Kanada das Kräfteverhältnis der Formel 1 dauerhaft verändert hat.
Auch die WM-Dynamik zwischen Russell, Antonelli und McLaren wird noch einmal ausführlich analysiert.




































