Nach einem schwierigen Start in die Saison konnten Williams mittlerweile zumindest in drei von fünf Rennen in die Punkte fahren. Doch die Erwartungen an das legendäre Team und Teamchef James Vowles sind natürlich um ein Vielfaches höher.
Auch Teamchef James Vowles kann es sicher kaum abwarten, dass Williams endlich wieder um die vorderen Plätze mitfahren kann. Doch die Konkurrenz wirkt zurzeit deutlich zu stark.
Alex Albon crashte im Training von Montreal. © IMAGO / Every Second MediaMontreal-Crash kostete Ressourcen
In „The Vowles Verdict“ sprach der Williams-Teamchef über das schwierige Wochenende in Montreal, das vor allem vom Freitags-Unfall von Alex Albon überschattet wurde.
„Dabei wurden der Unterboden, der Frontflügel, der Heckflügel, einige Elemente des Getriebes sowie gleichzeitig einige Elemente der Power Unit beschädigt. In dieser Hinsicht war das also teuer, und natürlich sind wir alle durch die Budgetobergrenze eingeschränkt.“
Der Brite erklärte, dass man für einige der beschädigten Komponenten einen „Entwicklungszyklus“ für die Zukunft habe. Vor allem der Frontflügel und der Unterboden sollen in Zukunft weiterentwickelt werden.
Darum müsse das Team nun „Prioritäten setzen und über ausreichende Lagerbestände verfügen“. Vowles dämpfte damit die Erwartungen für den Großen Preis von Monaco.
James Vowles hat zurzeit viele Baustellen. © IMAGO / DeFodi ImagesWilliams mit Ersatzteilproblem in Monaco?
Denn der Williams-Teamchef machte klar, dass Monaco wahrscheinlich die schwierigste Strecke „im Hinblick auf Verschleiß und Ausfälle“ sei. Das Team muss jetzt also erst einmal darauf schauen, ausreichend Ersatzteile parat zu haben.
Generell beschrieb Vowles seine „Hassliebe“ zu Monaco und begann mit den positiven Aspekten.
„Zunächst einmal ist es außergewöhnlich, den Fahrern dabei zuzusehen, wie sie auf dieser Strecke Geschwindigkeit aufbauen und dann im Qualifying absolut perfekte Runden abliefern.“
Doch vor allem das Wetter mache dem 46-Jährigen immer wieder zu schaffen. Man könne sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht darauf einstellen, wie die Bedingungen in Monaco seien. Auf der anspruchsvollen Strecke mit wenig Grip sei das „eine enorme Herausforderung“.
Carlos Sainz schaffte es in der verganen Saison in Katar aufs Podium. © IMAGO / EibnerVowles will mit Williams langfristig hoch hinaus
Im Video-Podcast „A Lesson With“ sprach Vowles außerdem über die Ziele, die er mit Williams verfolgt. Trotz des eher schwachen Saisonstarts bleibt der Brite gelassen.
„Wir wollen Jahr für Jahr einen Schritt nach vorn machen. Warum es dieses Jahr nicht klappt? Weil wir große Investitionen tätigen, die erst zwischen 2028 und 2030 Früchte tragen werden.“
Der Ex-Mercedes-Mitarbeiter machte klar, dass man die Systeme und Maschinerien nicht einfach „aus dem Regal kaufen“ könne. Zudem machte er klar, dass es Fabriken gibt, die derzeit einfach besser einen Schritt weiter seien. Aber er sei sich sicher, dass die Zeit von Williams kommen werde.
Ob das Team jemals wieder zu altem Glanz finden kann? Immerhin hat der Rennstall neun Konstrukteurstitel und sieben Fahrer-Weltmeisterschaften in seiner Vita stehen. Teamchef Vowles hat eine klare Vision, doch in der Formel 1 reicht das nicht immer.




































