Für Oscar Piastri lief der Große Preis von Silverstone wie ein einziger Alptraum. Nach einer Kollision nach dem Start brach sein Frontflügel und beendete die Punktejagd des Australiers schon früh.
Platz 11 ist für den Mann, der sowieso schon in einer sportlichen Krise steckt, enorm bitter. Doch nach dem Rennen machte Piastri klar, dass ihn noch ein viel größeres Problem störe.
Piastri musste bereits früh seinen Frontflügel wechseln. © Moy / XPB ImagesSorgte die Batterie für den Piastri-Crash?
Denn, wie der McLaren-Star in einer Medienrunde nach dem Rennen klarmachte, habe vor allem die neue Formel-1-Ära für den Crash nach dem Start gesorgt. Piastri sei „auf dem Weg zu Kurve 6 quasi eingeklemmt worden“.
Er mache keinem Fahrer einen Vorwurf, gab aber an, dass die ersten Runden auf „solchen Strecken“ ein „Gemetzel“ seien.
„Es ist fast wie ein Start mit mehreren Überholmanövern. Ich habe versucht, Lindblad zu überholen, und es schien, als hätte ich mehr Leistung als er. Dann überholte mich Lawson, und es schien, als hätte er sogar noch mehr Leistung als ich. Es ist einfach chaotisch. Man versucht, die Geschwindigkeit im Verhältnis zum vorausfahrenden Auto einzuschätzen, auf das Auto hinter sich zu achten.“
Der Australier sei überrascht, dass es nicht öfter zu solchen Situationen wie in Silverstone gekommen sei, und machte deutlich, was er vom neuen Reglement halten würde.
Das kommende Rennen findet in Spa statt. © Moy / XPB ImagesWerden Spa und Monza „traurig“?
Strecken, auf denen es so viele Geraden gebe und auf denen man nicht mit voller Leistung fahre, seien „einfach chaotisch“. Bereits in Spielberg habe er mit solchen Problemen gerechnet, aber da alle Geraden relativ früh in der liegen würden, gehe einem die Leistung nicht so schnell aus.
„Es gibt so viele Geraden, auf denen man nicht mit voller Leistung fährt, dass der Zeitunterschied enorm ist, je nachdem, ob man Energie spart oder verbraucht – ich glaube also, es liegt am Streckenlayout.“
Der Australier befürchtet, dass Strecken wie Spa und Monza, die in den kommenden Wochen und Monaten noch folgen, „traurig werden“. Bereits Mitte Juli in Belgien werden wir sehen, ob Piastri recht behält.
Für ihn selbst ist es wichtig, vor der Sommerpause Argumente zu sammeln. Sein Cockpit ist aufgrund der anhaltenden Verstappen-Gerüchte mehr in Gefahr denn je. Doch so richtig hoffnungsvoll wirkte Piastri nicht.




































