Zum letzten Media Day in Ungarn vor der Sommerpause stehen zunächst Franco Colapinto, Carlos Sainz und Fernando Alonso Frage und Antwort. Während Alonso hofft, dass Budapest eine gute Strecke für das neue Upgrade sein wird, ist Carlos Sainz über die Leistung seines Williams einfach nur enttäuscht. In der zweiten Runde stellen sich Oscar Piastri, Isack Hadjar und Oliver Bearman den Journalisten. Piastri sprach über McLarens neue Teile, Bearman über das Formtief und Hadjar ein bestimmtes Ziel vor Augen.
Aston Martins großes Upgrade
Fernando Alonso möchte das neue Upgrade mit Vorsicht genießen | © IMAGO / ANPEndlich kommt das langersehnte Upgrade von Aston Martin, das das Team weiter nach vorne bringen soll. Auf die Frage hin, ob das späte Upgrade die Herangehensweise des Teams beeinflussen oder ändern wird, hat Alonso folgende Antwort parat:
Ich glaube nicht, dass die Upgrades unsere Herangehensweise ändern – wir gehen in jedes Rennen, um das Maximum herauszuholen. Ich denke, in den ersten Rennen haben alle Teams die konventionelle Strategie gewählt, pro Rennen zwei oder drei Zehntel herauszuholen. Und dann liegt man im zehnten Rennen eine Sekunde vorn. Wir haben das anders gemacht, wir haben alles auf einmal umgesetzt, um aufzuholen. Ich bin sehr stolz auf das Team und darauf, wie es die Probleme seit dem Test in Bahrain analysiert hat.
Dem Upgrade sieht er mit vorsichtiger Euphorie entgegen. Ihm sei es wichtiger, zu verstehen, ob die Entwicklung in die richtige Richtung ging. „Hoffentlich liegt uns die Strecke in Budapest. Mir geht es eher darum zu verstehen, in welche Richtung sich das Auto entwickelt und ob wir das Potenzial ausschöpfen können“, erklärte der Spanier.
Zu seiner Zukunft wollte Alonso keine deutliche Aussage treffen. Er ist der Überzeugung, dass Adrian Newey Aston Martin ein gutes Auto entwickeln wird und dass Honda die Probleme des Motors in den Griff bekommen wird. Für ihn es keine Frage des Obs sondern des Wanns. Von sich selbst behauptet er, er sei noch immer „motiviert, frisch und schnell.“
Carlos Sainz ist nicht zufrieden
Sainz ist unzufrieden | © IMAGO / Marco CanonieroFür Carlos Sainz und Williams ist dieses Jahr eher enttäuschend. „Ich denke, ich habe sehr offen und deutlich gesagt, dass wir 2025 unsere Erwartungen übertroffen haben. Die Ergebnisse waren sogar besser, als ich es bei Vertragsunterzeichnung 2024 erwartet hatte. Es war ein sehr gutes Auto, nur drei oder vier Zehntel hinter der Pole-Position, mit einer sehr guten Balance“, sagte Sainz.
Ich hatte gehofft, wir könnten unser Niveau halten oder uns sogar noch etwas verbessern, aber die Zeit hat mir gezeigt, dass es genau andersherum ist. Als Team sind wir weiter von der Spitze entfernt als 2025. Es war ein prägendes Jahr, das mir die Augen dafür geöffnet hat, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, wenn wir jemals mit den Top-Teams mithalten wollen. Leider bisher ein schlechtes Jahr.
Insgesamt ist Sainz aktuell weniger zufrieden mit Williams. Sein eigener Zeitplan mit Williams Rennen zu gewinnen, hatte er zunächst auf ein bis zwei Jahre gesetzt. Nun fällt dieser Zeitplan weitaus länger aus. Aber trotzdem ist er motiviert zu bleiben, schließlich würde Williams bereits jetzt schon viel in die Zukunft investieren. „Das gibt mir weiterhin Zuversicht und Motivation, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das diesjährige Auto bleibt lediglich hinter den Erwartungen zurück und bringt nicht die erhoffte Leistung.“
Keine Upgrades für Alpine
Alpine wurde von den anderen entwicklungstechnisch Teams überholt | © IMAGO / Every Second MediaFranco Colapinto erklärte die aktuelle schwächere Form von Alpine damit, dass alle nunmal Upgrades gebracht haben außer sie selbst. Noch müsste man allerdings auf neue Teile warten. „Wir sind aktuell nicht in der Form, in der wir in Miami, Kanada und Monaco waren“, sagte der Argentinier.
McLaren bringt neue Teile nach Ungarn
Piastri hofft auf schnelle Upgrades | © IMAGO / Every Second MediaPiastri hatte eine einfach Antwort was er sich von den Upgrades erhofft: „Sie sollten schneller sein, das ist alles was mir wichtig ist.“ Er denkt, dass McLaren dieses Wochenende kompetitiver sein wird und hoffentlich an der Spitze mitkämpfen wird.
Der Australier beschrieb seine eigene Form vergleichend zum Hoch und Tief des Autos. „Ich denke, wir hatten als Team insgesamt ziemliche Höhen und Tiefen. Suzuka und Miami waren unsere beiden besten Rennen, und in der ersten Saisonhälfte haben wir gute Arbeit geleistet“, so Piastri, „Aber ich denke, seitdem haben alle anderen viele Upgrades gebracht, wir haben nur ein paar gebracht. Nicht alle haben wie erwartet funktioniert.“
Formtief bei Haas
Bearman freut sich auf die Sommerpause | © IMAGO / Every Second MediaOliver Bearman kommentierte die aktuelle Form des Teams. Zu Beginn der Saison konnte er um Punkte mitfahren, doch seit Kanada riss das Formhoch. Dort gab es das letzte Upgradepaket, das nicht so ablieferte wie gewünscht. Bearman meinte, er hole zwar alles was ginge aus dem Auto heraus, aber mit den Plätzen 14 und 15 ist er nicht zufrieden.
Hadjars nächstes Ziel: Podium
Hadjar hat ein klares Ziel vor Augen | © IMAGO / Every Second Media„Ich hatte das Gefühl, dass ich die einfachen Dinge völlig falsch und die schwierigen Dinge – nämlich nah an Max dran zu sein – absolut richtig gemacht habe“, sagte Hadjar über seinen Saisonstart.
Es ist viel einfacher, wenn das Auto zuverlässig ist und gut funktioniert. Ich würde liebend gerne ein Rennen bestreiten, in dem ich um einen echten Podestplatz kämpfen kann; das ist das nächste Ziel.
Trotzdem glaubte er, dass Red Bull aktuell vieles über ihr Auto nicht verstehen würde. Die Sommerpause käme dafür wie gerufen und man hofft stärker nach Zandvoort zurückzukommen.
Insgesamt ließen alle Fahrer durchsickern, dass die Sommerpause wie gerufen kommt. Sie ist wichtig zum Auftanken und zum Motivationen schaffen.




































