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Silberpfeile haken Monaco ab! Honda zerstört Hoffnung & RTL zeigt weitere Rennen im Free-TV

Mercedes hat seinen Monaco-Einspruch zurückgezogen, kämpft aber weiter mit einer technischen Baustelle, die im WM-Kampf noch gefährlich werden könnte. Gleichzeitig wächst bei Aston Martin der Druck: Fernando Alonso wartet auf das große Upgrade, Honda bremst die Erwartungen – und neue Wechselgerüchte sorgen zusätzlich für Unruhe. In der CHAMP1 NEWS-Videoausgabe Nr. 780 stehen an diesem Montag die Baustellen zweier großer Formel-1-Projekte im Mittelpunkt.

In der CHAMP1 NEWS-Ausgabe Nr. 780 vom 22. Juni 2026 stehen gleich mehrere Baustellen der Formel 1 im Mittelpunkt. Mercedes beendet seine juristische Aufarbeitung des Monaco-Chaos, kämpft aber weiter mit technischen Sorgen rund um die Zuverlässigkeit. Gleichzeitig wächst bei Aston Martin der Druck auf Fernando Alonso und das gesamte Projekt, während die Formel 1 schrittweise ins deutsche Free-TV zurückkehrt. 

©IMAGO / ZUMA Press Wire

Mercedes schließt die Monaco-Akte – und blickt auf ein größeres Problem

Juristisch ist das Kapitel Monaco für Mercedes beendet.

Der Rennstall hat seinen Antrag auf Überprüfung der George-Russell-Strafe zurückgezogen und verzichtet damit auf eine weitere Aufarbeitung des Vorfalls. Nach den Gesprächen mit FIA und Formel 1 kam das Team zu dem Schluss, dass eine Fortführung des Verfahrens weder dem Team noch dem Sport helfen würde.

Ganz verschwunden ist das Monaco-Thema allerdings nicht. McLaren und Red Bull verfolgen ihre Berufung gegen die Wiedereinsetzung von Pierre Gasly weiter. Dort geht es inzwischen um grundsätzliche Fragen der Fairness und um die Auswirkungen nachträglicher Entscheidungen auf den Rennverlauf.

Während die Juristen nun andere beschäftigen, richtet sich der Fokus bei Mercedes längst auf ein größeres Problem: die Zuverlässigkeit.

©Mercedes AMG F1

Die Batterie wird zur Mercedes-Baustelle

Sportlich gehört Mercedes weiterhin zu den dominierenden Teams der Saison. Sechs der ersten sieben Grands Prix gingen an einen Mercedes-Fahrer, die Silberpfeile führen beide Weltmeisterschaften an.

Dennoch wächst intern die Sorge über die jüngsten Ausfälle.

Nach George Russells Defekt in Kanada erwischte es in Barcelona auch WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. Technikchef James Allison bestätigte inzwischen, dass die verschiedenen Probleme offenbar auf einen ähnlichen Bereich innerhalb der Batterie zurückzuführen sind.

Mercedes glaubt zwar, die kritischen Schwachstellen identifiziert zu haben, eine sofortige Lösung gibt es jedoch nicht. Erst neue Komponenten sollen die Situation dauerhaft entschärfen.

Für ein Team, das um beide Titel kämpft, ist das eine heikle Entwicklung. Das Tempo stimmt – doch die Zuverlässigkeit droht zum entscheidenden Risiko zu werden.

Russell zwischen Lob und Kritik

Auch George Russell steht weiter im Fokus.

Zwar holte der Brite in Barcelona die Pole Position und anschließend Platz zwei, doch die Bewertungen fielen unterschiedlich aus. Während Jacques Villeneuve von einer enttäuschenden Leistung sprach, lobte Sky-Experte Martin Brundle Russells Wochenende ausdrücklich.

Gleichzeitig verwies Brundle auf einen Trend, der sich durch die Saison zieht: Kimi Antonelli wirkt über längere Stints häufig stärker und konstanter. Genau darin sieht er eine der größten Herausforderungen für Russell im Titelkampf.

Mercedes führt die WM – doch innerhalb des Teams bleibt das Kräfteverhältnis zwischen Russell und Antonelli eines der spannendsten Themen des Jahres.

©XPB Images

Aston Martin wartet auf die Rettung

Noch deutlich größer sind die Sorgen bei Aston Martin.

Fernando Alonso macht keinen Hehl daraus, dass das Team dringend Fortschritte braucht. Das große Upgrade-Paket für die zweite Saisonhälfte soll den Rennstall zumindest zurück ins Mittelfeld bringen. Allein diese Zielsetzung zeigt bereits, wie weit Aston Martin derzeit von den eigenen Ansprüchen entfernt ist.

Statt über Podien oder Siege spricht Alonso aktuell davon, wieder regelmäßig um Punkte kämpfen zu können. Für ein Projekt, das mit Adrian Newey, Honda und enormen Investitionen eigentlich Richtung Spitze marschieren wollte, ist das eine ernüchternde Bestandsaufnahme.

Zusätzliche Ernüchterung kommt aus Japan. Honda-Chef Koji Watanabe dämpfte die Erwartungen an die geplanten Weiterentwicklungen deutlich und stellte klar, dass es keine Wunderlösung geben werde.

Werden die Alonso-Gerüchte jetzt ernster?

Parallel dazu wird die Silly Season immer lauter.

Aus dem Fahrerlager kommen erneut Spekulationen über mögliche Gespräche zwischen Fernando Alonso und Alpine-Berater Flavio Briatore. Offiziell bestätigt ist davon nichts, dennoch zeigt allein die Diskussion, wie angespannt die Lage inzwischen geworden ist.

Auch Carlos Sainz wird wieder mit anderen Teams in Verbindung gebracht. Der Spanier soll laut verschiedenen Berichten seine langfristigen Optionen prüfen und dabei unter anderem Audi beobachten.

Für Aston Martin sind diese Gerüchte unangenehm. Alonso gilt als sportliches Aushängeschild des Projekts. Sollte selbst er beginnen, ernsthaft Alternativen auszuloten, wäre das ein deutliches Warnsignal.

©IMAGO / Jan Huebner

Formel 1 zurück bei RTL – aber nicht komplett

Abseits der sportlichen Themen gibt es auch für deutsche Fans Neuigkeiten.

Nach der Übernahme von Sky Deutschland durch RTL steht nun fest, wie die Formel-1-Berichterstattung im weiteren Saisonverlauf aussehen wird. RTL zeigt mehrere komplette Rennwochenenden sowie zusätzliche Qualifyings und Sprint-Sessions im Free-TV.

Eine vollständige Rückkehr der Formel 1 ins frei empfangbare Fernsehen bleibt allerdings aus. Der Großteil der Live-Berichterstattung bleibt weiterhin exklusiv bei Sky.

Monaco hat jedoch gezeigt, dass das Interesse weiterhin enorm ist. Über zwei Millionen Zuschauer verfolgten das Rennen bei RTL und Sky gemeinsam – ein klares Signal, dass die Königsklasse auch im deutschen Free-TV nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat.

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