Gianpiero Lambiase gehört wohl zu den talentiertesten und besten Renningenieuren in der Formel 1. Auch er gehört zu den Gründen, warum Max Verstappen das Beste aus seinem Auto herausholen kann.
2028 zieht es den Italiener zu McLaren. Dort wird er wohl erst mal an der Seite von Lando Norris eingeplant sein, auch wenn es immer noch Gerüchte gibt, dass er wohl noch mehr Verantwortung bekommen könnte.
Tom Clarkson hätte gerne das Duo Hamilton/Lambiase gesehen. © Moy / XPB ImagesClarkson hätte GP Lambiase gerne bei Ferrari gesehen
Im Podcast F1 Nation wurde über den Wechsel gesprochen. Formel-1-Broadcaster Tom Clarkson lobte McLaren dafür, den Briten bekommen zu haben, denn laut ihm wäre der Renningenieur von Max Verstappen perfekt für Ferrari gewesen.
„Fließend Italienisch, ein brillanter Ingenieur, komplett fließend in Englisch. Stell dir vor, er wäre die Person gewesen, die mit Lewis Hamilton spricht, und die Verbindung zwischen dem, was wir jetzt besprechen, der Ausstrahlung von Lewis Hamilton und dem Rest des Teams. Ich bin echt überrascht, dass Ferrari ihn nicht geholt hat.“
Das Renningenieurs-Thema war bei Ferrari in den letzten Monaten an der Tagesordnung. Lange war nicht klar, wer der perfekte Gegenpart zu Lewis Hamilton ist. Interimsweise war zwischenzeitlich Carlo Santi eingesprungen, mit dem die Chemie allerdings so gut ist, dass er nun fest an der Seite des Briten agiert.
Mit seiner Erfahrung und seiner erfolgreichen Vergangenheit wäre allerdings auch Lambiase eine gute Option für Hamilton gewesen. Kaum ein Fahrer braucht die Verbindung zu seinem Renningenieur so sehr wie der Rekordweltmeister.
Verstappen und Lambiase sind sehr ehrlich zueinander. © Batchelor / XPB ImagesZündstoff-Gefahr bei Ferrari-Wechsel?
Der ehemalige Formel-2-Fahrer Alex Brundle, der mittlerweile als Kommentator tätig ist, wäre bei einem möglichen Lambiase-Wechsel zu Ferrari nicht ganz so euphorisch gewesen, wie sein Kollege.
„Das würde entweder sofort richtig gut funktionieren oder eben überhaupt nicht. Wenn man sich die Kultur bei Red Bull ansieht – wie die Fahrer aufgebaut und durch die Nachwuchsserien geführt werden –, dann läuft das nach dem Prinzip ab: Dem Fahrer wird gesagt, was von ihm verlangt wird; man erwartet Spitzenleistungen, und er geht seinen Weg.“
GP habe in der Vergangenheit nicht davor zurückgeschreckt, auch mal Max Verstappen zu kritisieren, wenn der sich „kindisch“ verhalten habe. Er glaube nicht, dass „Lewis Hamilton sich so etwas am Funk gefallen lassen würde“.
Clarkson entgegnete, dass Lambiase immer das Beste aus jedem Fahrer herausholen würde. Auch bei Lando Norris und McLaren sieht er diese Verbesserungen in der Zukunft.
Am Ende ist das Duo Hamilton-Lambiase nicht mehr als eine Traumkonstellation. Beide Stars werden früher oder später nicht miteinanderarbeiten. Dem Briten wird es gerade allerdings nicht wirklich wichtig sein – denn die Chemie mit Santi scheint zu stimmen.




































