Red Bull erlebt ein eher durchwachsenes Jahr in der Formel 1 in dieser Saison. Der erfolgsverwöhnte Rennstall konnte noch keinen einzigen Sieg einfahren.
In Budapest gelang es zumindest mal wieder, auf dem zweiten Platz zu stehen. Und das lag nicht nur an Max Verstappen, sondern hatte auch einen anderen Grund, der wenig mit der Performance des Autos zu tun hatte.
Max Verstappen schaffte es in Ungarn überraschend aufs Podium. © Moy / XPB ImagesÜberraschendes Podium dank starker Strategie
Denn trotz des Verstappen-Bonus glaubte Teamchef Laurent Mekies nicht wirklich an eine Chance auf eine Top-Platzierung, wie er in einer Medienrunde verriet.
„Also, was die Vorhersagen vor dem Rennen betrifft: Für das, was es wert ist, dachten wir, dass Lando und die beiden Ferraris nicht mithalten könnten. So haben wir es gefühlt, und wir dachten, dass wir uns mit einigen Mercedes und wahrscheinlich Oscar messen könnten.“
Letztendlich habe man aber beide Ferraris geschlagen und nur Norris wäre außer Reichweite gewesen. Denn wieder mal machte die Strategieabteilung um Hannah Schmitz einen sensationellen Job.
Der Wechsel auf die Roten Reifen, die Entscheidung, nicht unter dem VSC an die Box zu kommen, und auch der Kniff, Hamilton zwischenzeitlich nicht zu covern, stellten sich im Nachhinein als richtig dar, so der Red-Bull-Teamchef.
Laurent Mekies und sein Team machten in Ungarn einen guten Job. © Batchelor / XPB ImagesMekies stolz auf sein Team
Mekies stellte noch einmal heraus, was für einen Job die Strategieabteilung in den vergangenen Wochen und Monaten gemacht habe.
„Wie immer machen sie es richtig. Also, wirklich gut gemacht an der Boxenmauer und das ganze Team zu Hause, Reifen-Gruppe, Strategie-Gruppe. Ich denke, insgesamt war die Renndurchführung hier sehr, sehr stark.“
Und auch andere Abteilungen bekamen ein Extralob. Nachdem es am Anfang des Jahres vor allem Probleme mit den Starts gegeben habe, seien diese nun auch stark, genauso wie die Reifenwechsel.
Jetzt geht es allerdings darum, die Performance des Autos wieder auf die Strecke zu bekommen. Allerdings machte Mekies klar, dass man in diesem Jahr früher auf die Entwicklung für das nächste Jahr schauen wolle.
Einen riesigen Leistungssprung darf man auch aufgrund der ADUO-Entscheidung erst einmal nicht erwarten. Es könnte also weiterhin eine schwierige Saison für die Bullen mit einzelnen Erfolgserlebnissen werden. Ob das Max Verstappen am Ende zufriedenstellt?
































