Nach einem guten Start in die Saison läuft bei Haas und Ayao Komatsu kaum noch etwas. Das Team fährt im grauen Mittelfeld der Formel 1 herum und kann unter normalen Umständen keine Punkte mehr einsammeln.
Für den Haas-Teamchef läuft es derzeit nicht leicht. Der Japaner muss immer wieder erklären, warum es derzeit nicht läuft.
Oliver Bearman erlebte eine schwierige Saison. © Batchelor / XPB ImagesHaas kann Budget Cap derzeit nicht erreichen
Und der kleine Rennstall hat derzeit vor allem ein Problem, das Teams wie Mercedes und Ferrari nie haben könnten – denn aufgrund der finanziellen Möglichkeiten könne man derzeit nicht das Budget Cap erreichen. Das machte Komatsu in Spa klar.
Gleichzeitig nahm er sich selbst in die Pflicht, genügend Geldgeber und Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, um zumindest die Grenze erreichen zu können. Das Team nahm er hingegen in Schutz.
„Wir haben darüber gesprochen, dass wir in der Entwicklung hinterherhinken. Das ist nicht ein Spiegelbild der Unfähigkeit unserer Jungs, sagen wir mal. Ich finde, unsere Jungs machen, ehrlich gesagt, einen fantastischen Job. Jeder, der sich mit Formel 1 auskennt, unsere Größe und die Ressourcen unseres Teams kennt und dann sieht, was wir erreichen, wird, denke ich, diese Aussage verstehen.“
Haas ist das kleinste Team der Formel 1 und kämpft seit Jahren mit der Konstanz. Gute Phasen halten selten lange an und immer wieder wird man innerhalb von kürzester Zeit wieder vom ein oder anderen Team überholt. Frustrierend, auch für Fahrer wie Oliver Bearman, die sich eigentlich mehr versprochen haben.
Kommen Komatsu und Haas aus dem Keller raus? © Moy / XPB Images„Sehr gute Gespräche“: Komatsu mit Kampfansage
Komatsu machte klar, dass er schon seit längerem auf der Suche nach Geldgebern ist, und bestätigte „sehr gute Gespräche“. Die derzeitige Situation sei für die Mitarbeiter natürlich unfair da sie quasi „mit gebundenen Händen“ arbeiten müssten.
Trotz der schwierigen Situation sei die Motivation weiterhin vorhanden und jeder würde alles dafür tun, dass es wieder besser wird.
„Wenn sie dann unsere mangelnde Leistung oder Schwierigkeiten an Orten wie Miami, Barcelona, Spielberg, Silverstone sehen, versteckt sich niemand davor. Alle sprechen einfach darüber: ‚Okay, was ist das Problem? Wie haben wir das übersehen? Wie sind wir in diese Situation geraten? Wie werden wir uns verbessern?‘ Und das ist etwas, das ich wirklich respektiere. Ich bin also wirklich entschlossen, ihnen die Umgebung zu geben, die sie verdienen.“
Ein kleiner Hoffnungsschimmer. Doch im Endeffekt klingt es nicht so, als würde sich die Situation beim Team nach der Sommerpause erst einmal groß verändern. Da mit Aston Martin nun ein weiteres Team so langsam ins Rollen kommt, könnte es für den Rennstall weiter nach unten gehen – dann steht auch Komatsu unter Druck.
































