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Ferrari im Chaos – Norris setzt die Bestzeit

Norris setzt die Bestzeit. Ferrari liegt im Chaos. Cadillac glänzt wieder einmal nicht und auch bei den Racing Bulls läuft es nicht optimal.

©IMAGO / PsnewZ

Ein vergleichsweise ruhiger Morgen in Bahrain geht zu Ende. Der fünfte Tag ist zur Hälfte durch und Norris steht wieder einmal ganz oben auf dem Tableau. Ferrari ist das größte Sorgenkind des Morgens. Aber auch Cadillac und die Racing Bulls dürften nicht ganz zufrieden sein.

Norris und Verstappen deutlich vor dem Rest

Der amtierende Weltmeister Lando Norris und der vierfache Weltmeister Max Verstappen lieferten sich ein kleines Duell in der Kategorie Rundenzeiten. Die bisher schnellste Testzeit lieferte Lando Norris mit 1:33.453.

Max Verstappen ließ sich allerdings nicht ganz abschütteln und brachte den RB22 an seine Grenzen. Immerhin konnte er sich bis auf 0.131 Sekunden an Norris heranarbeiten.

Max Verstappen blieb nah an Norris dran. | ©IMAGO / PsnewZ

Mercedes wieder stabil

Für die schnellste Zeit hat es für George Russell an diesem Morgen nicht gereicht. Mit 0.658 Sekunden Abstand auf Lando Norris reiht er sich in der Tabelle auf dem dritten Platz ein.

Mercedes bleibt stabil. | ©IMAGO / Ricardo Larreina Amador

Da Russell aber gestern schon die 1:34 Marke knackte, ist klar, dass Mercedes nicht am Limit operierte.

Ferrari als das große Sorgenkind

Lewis Hamilton war in seinem Ferrari zwar pünktlich auf der Strecke, aber nach fünf Runden ging es für ihn schon wieder in die Box. Sein Bolide wurde hinter den Stellwänden versteckt und es deuteten sich größere Arbeiten am Auto an. Zwar plante Ferrari immerhin in den letzten 75 Minuten wieder auf der Strecke zu sein, allerdings kam er gerade einmal zum Probestart zehn Minuten vor Schluss noch einmal auf die Strecke.

Damit konnte der Brite gerade einmal fünf Runden an diesem Morgen fahren. Später stellt sich heraus: Ein Problem am Chassis sorgte für das frühe Aus von Hamilton. Ein herber Rückschlag für Ferrari, der auf viel Arbeit am Nachmittag hindeutet.

Lewis Hamilton verbrachte mehr Zeit in der Box als auf der Strecke | © IMAGO  Marco Canoniero

In diesen fünf Runden konnte Ferrari dennoch eine spannende Show abliefern. Denn ein neuer Heckflügel an Hamilton’s Auto offenbarte eine ganz besondere Art der Ingenieurskunst. Der Heckflügel dreht sich um 180 Grad bei dem Wechsel vom Straight-Modus zurück in den Corner-Modus.

Cadillac und Racing Bulls haben ebenfalls Kopfschmerzen

Es ist schon fast Gewohnheit, dass Cadillac die Letzten auf der Rennstrecke in Bahrain sind. Arbeiten am Auto bremsten das Team wieder einmal aus. Knapp 80 Minuten hat es gedauert, bis Valtteri Bottas mit seinem Boliden auf die Strecke konnte. Danach lief es aber rund: Ganze 58 Runden konnte der Finne für das Team einfahren. Ein positives Lebenszeichen vom neuen Formel 1 Team.

Während andere schon fleißig Runden fuhren, hieß es für Bottas warten. | © IMAGO / PsnewZ

Die Racing Bulls verloren ebenfalls viel wertvolle Testzeit. Nach etwa zweieinhalb Stunden brachte es Liam Lawson gerade mal auf acht Runden. Den Rest der Zeit musste er in der Garage aussitzen. Eine Stunde vor Schluss schaffte er es aber doch noch auf die Strecke und konnte seine gefahrenen Runden wenigstens auf 27 aufstocken. Dennoch ein großer Rückstand zu den anderen Teams, die teilweise über 70 Runden am Morgen einfahren konnten.

Bei Aston Martin läuft es besser

Nach dem gestrigen Desaster, was die Rundenzahlen betrifft, läuft es heute doch schon besser: 40 Runden stehen am Ende auf dem Konto des Teams. Das ist zwar noch immer weit entfernt von den Top-Teams, aber im Vergleich zu den 54 Runden, die das Team gestern am gesamten Tag eingefahren hat, doch schon mal ein positiver Anfang.

Heute lief es schon besser für Aston Martin. | © IMAGO / PsnewZ

Mike Krack zeigte sich gestern kämpferisch mit Hinblick auf die letzten zwei Testtage heute und morgen: „Die Priorität für die verbleibenden Tage ist es, Runden zu sammeln. […] Trotz der geringen Anzahl an Runden lernen wir mit jeder Runde enorm viel dazu und machen Fortschritte bei der Handhabung des Autos unter den neuen Regeln.“

Die Rundenzeiten des Morgens

Fahrer Abstand zum SchnellstenRunden
Lando Norris
(McLaren)
1:33.45372
Max Verstappen
(Red Bull)
+0.13156
George Russell
(Mercedes)
+0.65877
Alexander Albon
(Williams)
+1.67771
Gabriel Bortoleto
(Audi)
+1.81029
Oliver Bearman
(Haas)
+1.82669
Franco Colapinto
(Alpine)
+2.05354
Liam Lawson
(Racing Bulls)
+3.50627
Fernando Alonso
(Aston Martin)
+4.01940
Lewis Hamilton
(Ferrari)
+6.2175
Valtteri Bottas
(Cadillac)
+6.74058
Isack Hadjar
(Red Bull)
––
Pierre Gasly
(Alpine)
––
Sergio Pérez
(Cadillac)
––
Kimi Antonelli
(Mercedes)
––
Charles Leclerc
(Ferrari)
––
Lance Stroll
(Aston Martin)
––
Nico Hülkenberg
(Audi)
––
Esteban Ocon
(Haas)
––
Arvid Lindblad
(Racing Bulls)
––
Carlos Sainz
(Williams)
––
Oscar Piastri
(McLaren)
––

Die gefahrenen Rundenzeiten bieten keine repräsentativen Rückschlüsse auf die kommende Saison.

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Chantal Reinhard
Chantal Reinhard ist Redakteurin und Interviewerin bei CHAMP1. Sie studiert Journalismus und Public Relations und berichtet für CHAMP1 NEWS über aktuelle Entwicklungen in der Formel 1. Ihr Fokus liegt auf Recherche, internationaler Presseschau und der journalistischen Aufbereitung komplexer Themen – präzise, verständlich und faktenbasiert.
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