In der Vergangenheit gab es immer wieder Gespräche über eine Übernahme von 24 Prozent der Anteile des Alpine-Teams durch Mercedes.Wie BBC Sport berichtet, wurden die Verhandlungen nun ergebnislos beendet: Mercedes steigt aus dem Poker um die Alpine-Anteile aus.
Mercedes hält Preis für überzogen
Die Investmentgruppe Otro Capital versucht bereits seit längerer Zeit ihre Anteile zu verkaufen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte in der Vergangenheit öffentlich mehrfach Interesse an dem 24-Prozent-Paket bekundet.
Toto Wolff (rechts) hatte Interesse an den Alpine-Anteilen. | ©IMAGO / Jan HuebnerOtro Capital war im Juni 2023 bei Alpine eingestiegen und hatte sich die Anteile damals für 200 Millionen Euro gesichert. Nun fordert die Investementgruppe laut Medienberichten jedoch 720 Millionen US-Dollar (ca. 617 Millionen Euro) für dasselbe Paket. Mercedes bewertet die Summe als deutlich über dem Marktwert liegend und ist nicht bereit, den Preis zu zahlen. Eine anonyme Quelle bei Renault bestätigte gegenüber BBC Sport: „Uns ist bekannt, dass die Gespräche eingestellt wurden.“ Mercedes selbst äußerte sich bislang nicht dazu.
Wirtschaftlicher Aufschwung für Alpine
Dabei dürfte der Markwert von Alpine erst kürzlich einen Schub erhalten haben: Durch den Einsteig des italienischen Luxusmodehauses Gucci als Titelsponsor werden dem Team ab ab 2027 durch dein dreijährigen Vertrag mehrere hundert Millionen Euro in die Kassen gespült.
Ab 2027 geht das Team unter dem Namen „Gucci Racing Alpine Formula 1 Team“ an den Start. | ©Alpine/FacebookAndere Interessenten wittern Chance
Das Scheitern der Mercedes-Gespräche ruft nun andere bereits bekannte Interessenten auf den Plan – darunter den britischen Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Nach seiner Entlassung bei Red Bull um Juli 2025 sucht der einst so erfolgreiche Teamchef nach einem Weg zurück in die Formel 1. Da seine Sperrfrist („Gardening Leave“) abgelaufen ist, wäre ein Einstieg jederzeit möglich.
Christian Horner war 20 Jahre lang Teamchef bei Red Bull. | ©IMAGO / Icon SportswireZusammen mit einer Investorengruppe soll Horner bereits Interesse an den Anteilen hinterlegt habe. Allerdings besitzt der Alpine-Mutterkonzern Renault noch bis September ein Veto-Recht bei der Auswahl neuer Teilhaber. Berichten zufolge plant Renault, von diesem Recht Gebraucht zu machen, sollte ein Verkauf an Personen mit Verbindung zu Christian Horner drohen. Damit dürfte Horner zumindest für die kommenden Monate aus dem Rennen sein.
Daneben wird auch einigen namentlich nicht genannten Private-Equity-Gesellschaften Interesse nachgesagt. Der Kampf um die Anteile von Otro Capital bleibt somit spannend.




































