Nach seinem historischen Ergebnis beim legendären Indy-500-Rennen durfte Mick Schumacher mit Selbstvertrauen in Detroit an den Start gehen.
Doch so beachtlich seine Leistung beim Indy 500, so schlecht lief es für den Deutschen an diesem Wochenende. Bereits das Qualifying war eher ein schlechtes Omen.
Im Qualifying machte Schumacher einen folgenschweren Fehler. © IMAGO / PsnewZSchumacher sorgt für rote Flagge im Qualifying
Denn Schumacher crashte bei einer Qualifying-Runde und sorgte für den zwischenzeitlichen Abbruch der Session. Der Rahal-Letterman-Lanigan-Racing-Pilot erklärte seinen Ausfall nach dem Qualifying auch mit den schwierigen Bedingungen.
„Diese Strecke ist ganz anders, als jede, die ich bisher gefahren bin. Der Grip ist von Kurve zu Kurve unterschiedlich. Heute Morgen haben die Reifen sich sehr komisch verhalten.“
Trotzdem machte er klar, dass sein Auto sich gut angefühlt habe. Für ihn selbst sei eine Verbesserung spürbar gewesen. Diese wollte Schumacher dann natürlich auch im Rennen zeigen.
Nach seinem Unfall war das Rennen für Schumacher eigentlich schon gelaufen. © IMAGO / Andreas BeilFehler kostet Spitzenplatzierung
Und Schumacher zeigte im Rennen lange Zeit, dass er sich wohl in seinem Auto fühlte. Runde um Runde kämpfte er sich nach vorn und ein genialer Schachzug seines Teams brachte ihn schließlich in die Spitzengruppe.
Denn der Deutsche wurde früh zum letzten Boxenstopp reingeholt. Durch einen unmittelbaren Unfall wurde eine Gelb-Phase ausgelöst, in der die Boxengasse geschlossen bleibt. Zu diesem Zeitpunkt wusste das Team allerdings nicht, dass Schumacher zu spät in die Box eingefahren war, da diese schon geschlossen war.
Doch ohne dieses Wissen war Schumacher nach dem Restart plötzlich Dritter, hinter Dominator Àlex Palou und Alexander Rossi, der allerdings auch noch eine Strafe absitzen musste.
Nach dem Restart konnte Schumacher nicht wirklich nach vorn schauen, er musste sich auch aufgrund des fehlenden Grips gegen David Malukas verteidigen. Ein heißer Kampf mit mehreren Berührungen entbrannte.
In Runde 73 dann der große Schock. Schumacher verbremste sich und fuhr in einer Linkskurve geradeaus in die Wand. Da Malukas rechts vom Deutschen war, konnte auch er nicht einlenken und bekam die Kurve ebenfalls nicht. Für beide Fahrer war damit die Chance auf eine Topplatzierung dahin.
Schumacher musste aufgrund von Funk-Problemen an die Box. © IMAGO / PsnewZFunkprobleme sorgen für komplettes Schumacher-Desaster
Zu allem Überfluss wurde Schumachers Rennen auch noch von Funkproblemen überschattet. In Runde 85 wurde er von der Rennleitung an die Box gebeten, da der Funk ausgefallen war.
Acht Runden lang musste sein Auto repariert werden, bis der Deutsche dann herausfahren konnte und am Ende als 21. ins Ziel kam. Ein komplett gebrauchtes Wochenende für Schumacher. Nach dem Rennen meldete er sich auf Instagram zu Wort.
„Ein sehr enttäuschender Abschluss unseres Wochenendes. Bis zur letzten Gelb-Phase auf der gesamten Strecke haben wir alles richtig gemacht, wodurch wir auf Platz 3 vorgerückt sind. Leider hatten wir während der Gelb-Phase keinen Funkkontakt mehr, sodass ich im Dunkeln tappte, als die Ampel wieder auf Grün sprang.“
Während der Deutsche also mal wieder enttäuscht auf das Wochenende blickt, kann sein Teamkollege Graham Rahal weiter zufrieden sein. Er sicherte sich Platz drei und damit sein drittes Podium in dieser Saison. Dominator Alex Palou sicherte sich den Sieg vor Kyle Kirkwood.




































