Der Große Preis von Monaco ist nicht bekannt für das spannendste Renngeschehen in der Formel 1. Das Traditionsrennen zeigte schon oft, dass das Qualifying bereits über das Rennergebnis am Sonntag entscheiden würde. Unter dem neuen Reglement stellt man sich die Frage: Wird dieses Jahr in Monaco alles anders sein?
Der verpflichtende doppelte Boxenstopp in 2025
In 2025 führte die FIA eine neue Regel ein: Alle Fahrer sind zu zwei Boxenstopps verpflichtet. Der doppelte Stopp sollte damit für mehr Spannung sorgen. Jedoch vergeblich. Spätestens nach den ersten Boxenstopps bildeten sich die ersten DRS-Züge.
Auch nach den zweiten Stopps blieb es dabei. Etwas Spannung kam auf, bei dem Gedanken, dass Max Verstappen seinen zweiten Boxenstopp nicht machen werde und eine potentielle Strafe einkalkuliere. Sollte er den zweiten Stopp verweigern, würde dies eine 30-Sekunden Strafe bedeuten – die rein gar nichts an seiner Position verändern würde. Selbst mit der potentiellen Strafe, wäre Verstappen der vierte Platz sicher.
Die große Frage: Wann kommt Max Verstappen zum zweiten Boxenstopp? | © IMAGO / ANPNachdem Verstappen dann doch zum Stopp kam, wurde die Top 3 Qualifying Reihenfolge wiederhergestellt und das Podium des Monaco Grand Prix 2025 stand somit fest. Lando Norris gewann das Rennen, gefolgt von Charles Leclerc und McLaren Teamkollege Oscar Piastri.
Neue Regeländerungen für Monaco in 2026
Es ist in dieser Saison nichts Neues, dass für manche Rennen das Reglement neu angepasst wird. So ist auch das traditionsreiche Rennen an der Côte d’Azur keine Ausnahme. Die Einführung des zweiten Pflichtstopps hat die FIA über den Haufen geworfen und stattdessen zwei andere große Änderungen beschlossen. Diese Regeländerungen sollen zur Sicherheit des Rennwochenendes beitragen.
Die Motorleistung wird begrenzt
Damit in den engen Straßen Monte Carlos keine Unfälle in Höchstgeschwindigkeit passieren können, hat die FIA beschlossen die Motorleistung der Autos zu begrenzen. Für die Fahrer bedeutet das konkret: Ab 300 km/h gibt es zusätzlich nur noch 150 kW, ab 310 km/h gar keine Zusatzleistung mehr.
Keine aktive Aerodynamik in Monaco
Den neu eingeführten „Straight Mode“ wird man in Monaco nicht finden. Normalerweise unterstützt dieser Modus hohe Geschwindigkeiten und die Fahrer können sowohl Front- als auch Heckflügel flach stellen. Dadurch können sie bis zu 20 km/h mehr an Geschwindigkeit erreichen. Laut FIA ist das zu gefährlich für Monte Carlo.
Grund zu feiern: McLaren startet zum 1000. Mal einen Grand Prix
McLaren erreicht in Monaco einen historischen Meilenstein: 1000 Mal startet das englische Team bei einem Formel 1 Grand Prix. Passend zu diesem Ereignis werden die Autos von Lando Norris und Oscar Piastri eine besondere Lackierung erhalten. Außerdem werden vergangene McLaren Rennsieger donnerstags zur Feier nach Monaco eingeladen.
Die Sonderlackierung für den 1000. Rennstart von McLaren | © McLaren F1 TeamAufmerksame Fans merkten jedoch folgendes an: Monaco sei gar nicht der 1000. Rennstart für McLaren – es sei erst Nummer 999. Theoretisch könnte man nach den beiden Rechnungen gleich zweimal feiern. Diese Woche in Monaco und nächste Woche in Barcelona.
Sonderlackierung auch bei Aston Martin
Wie Mclaren, wird auch Aston Martin mit einer besonderen Lackierung auf den Straßen Monte Carlos fahren. Das Team entwickelte die Lackierung zusammen mit Partner Maaden, um die Transformation von Mineralien zu Metal zu demonstrieren. Die Entwicklung nennen sie „From Rock to Racetrack“ (dt. Vom Stein zur Rennstrecke).
Die Speziallackierung von Aston Martin für Monaco | © Aston Martin F1 TeamAusblick: Was kann man vom diesjährigen Monaco GP erwarten?
Es ist schwer abzusehen, ob die beiden Regeländerungen für große Spannung im Rennen sorgen werden. Natürlich hofft man auf etwas mehr Spannung als in den letzten Jahren. Mit ziemlicher Sicherheit werden folgende Fragen beantwortet werden:
Wird Charles Leclerc bei seinem Heimrennen erneut auf dem Podium landen? Wird Lando Norris‘ Streckenrekord von 1:09.954 im Qualifying gebrochen? Werden alle Autos die erste Runde sicher überleben?
Und die wohl wichtigste Frage: Wer gewinnt den Großen Preis von Monaco 2026?




































