Nach einem tollen Qualifying ging Nico Hülkenberg von P9 aus ins Rennen von Barcelona. Auch dort fuhr er lange um seine ersten Saisonpunkte mit.
Doch plötzlich der Schock: Der Deutsche musste in die Box fahren und seinen Wagen abstellen. Wieder keine Punkte für Hülkenberg und Audi. Zu diesem Zeitpunkt sprachen viele von einem Getriebeproblem.
Liam Lawson und Nico Hülkenberg waren gemeinsam im Kampf um die Punkte. © IMAGO / NordphotoLawson-Fehler sorgt für Hülkenberg aus
Doch der Deutsche klärte nach dem Rennen am Sky-Mikro auf, dass ein kurioser Vorfall zu seinem Aus führte.
„Das war kurios. Liam ist ein bisschen mit dem linken Hinterrad in den Kies gefahren und hat dadurch einiges an Kies hochgeworfen. Die Autos haben links neben dem Air Intake für die Marshalls im Worst Case so einen Safety Pull. Irgendein Stein hat das Ding gezogen und damit das Auto komplett auf einen Schlag ausgeschaltet.“
So etwas hätte Hülkenberg „in den 16 Jahren, in denen ich hier bin, noch nicht passiert“. Er bezeichnete die Situation als „ziemlich kurios und ungewöhnlich“. Doch so lustig ein solcher Vorfall im ersten Moment klingt, so tragisch ist er, wenn die Punktejagd dadurch gestoppt wird.
Für den Deutschen und sein Team, das in den letzten Wochen immer wieder mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, ist das Barcelona-Wochenende ein weiterer Rückschlag, obwohl man endlich einen Schritt nach vorne machen wollte.
Das Team aus Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg funktioniert in dieser Saison noch nicht. © IMAGO / DeFodi ImagesWeiterer Nachholbedarf bei Audi?
Es gibt aber auch Dinge, die Mut machen. Vor allem die Pace, die Audi in den meisten Rennen an den Tag legte, ist für ein neues Team mehr als beachtlich, auch wenn man viel Sauber-Know-how übernommen hat.
Doch, auch in diesem Punkt war Hülkenberg am Sonntag nicht ganz zufrieden. Er habe sich „ein bisschen mehr erhofft“.
„Hier ist es immer schwer, hinter einem anderen Auto viel auszurichten, weil es direkt übel auf die Reifen geht. Aber wieder ist ein Wochenende vergangen, und wir haben nichts mitnehmen können, leider Gottes.“
Auch mit der Strategie scheint der Deutsche nicht vollends einverstanden gewesen zu sein. Man müsse sich „ein, zwei Sachen“ anschauen, die im Rennen passiert „ind. „Da hätten wir uns besser verhalten und uns helfen können“, so Hülkenberg.
Ein wenig Zeit, um ein paar Dinge zu klären, ist nun erst einmal. Spielberg steht erst in zwei Wochen an. Dort wird es die nächste Möglichkeit geben, in die Punkte zu fahren. Endet dort der Hülkenberg-Fluch endlich?




































