Für George Russell wurde der Große Preis von Spa nach nur wenigen Kurven zu einem totalen Desaster. Der Brite blieb nach einer Berührung mit Lewis Hamilton im Kiesbett stecken und musste sein Rennen frühzeitig beenden.
Doch der Mercedes-Star hatte am gesamten Wochenende mit seiner Leistung zu kämpfen und hatte mal wieder Probleme, mit seinem Teamkollegen mitzuhalten.
Toto Wolff war mit George Russell nicht wirklich zufrieden. © Price / XPB ImagesWolff kritisiert „Fahrverhalten“ von Russell
Der Brite machte am Funk und nach dem Rennen klar, dass er vor allem mit der Leistung des Motors und der Batterie alles andere als zufrieden war. Mercedes-Teamchef Toto Wolff stimmte zu, dass es Probleme nach dem Start gab, wollte das aber nicht ganz als Ausrede gelten lassen.
„Wahrscheinlich ist die Hälfte davon auf die Antriebseinheit zurückzuführen, die auf seiner Seite nicht so gut war, wie sie hätte sein sollen, und die andere Hälfte vielleicht auf das Fahrverhalten.“
Alle würden im „selben Boot“ sitzen und Fehler machen, so der Österreicher. In Spa sei es eher ein Teamfehler gewesen, doch es werde auch Rennen geben, wo der Fahrer einen Fehler machen würde. Diese müsse man „minimieren“.
In Belgien klappte das zumindest einseitig nicht. Russell verlor Platz zwei in der Fahrerwertung und braucht nun ein Erfolgserlebnis vor der Sommerpause, um zumindest mit einem guten Gefühl in den Urlaub zu können.
Der Top-Favorit auf den WM-Titel: Kimi Antonelli. © Patching / XPB ImagesProfitiert Antonelli vom neuen Reglement?
Doch derzeit sieht es nicht danach aus, als hätte der Mercedes-Star unter normalen Umständen eine Chance gegen seinen italienischen Teamkollegen. Denn Kimi Antonelli zeigte auch in Spa wieder, wie stabil er performt und dass er derzeit der wohl beste Fahrer der Formel 1 ist.
Wolff stellte heraus, dass die Fahrweise von Russell und Antonelli unterschiedlich sei und dass dem Youngster auch etwas anderes in die Karten spiele.
„Ich denke, das ist wahrscheinlich ein Vorteil, den Kimi hat, weil das neue Reglement für alle einen Neuanfang bedeutet. Dann spielt die Komponente der Energiegewinnung und -nutzung eine Rolle. Selbst die Art und Weise, wie man Gas gibt – ob man Vollgas oder nur halb Gas gibt – und wann man vom Gas geht, kann Auswirkungen auf die Energieabgabe haben.“
Diese neue Dimension sei jetzt beim Fahren dazugekommen. Für Wolff sei das Ganze nun „komplexer“ geworden. Antonelli scheint damit anscheinend bestens zurechtzukommen. Trotz seiner technischen Probleme der vergangenen Wochen untermauerte der Mercedes-Star wieder einmal seine Favoritenrolle auf den WM-Titel. Auch in Ungarn wird er schwer zu stoppen sein.




































