Williams gehört zu den größten Enttäuschungen der diesjährigen Formel-1-Saison. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch befindet sich der Traditionsrennstall nun im Keller des Feldes.
Auch der Druck auf Teamchef James Vowles steigt, trotz der Vertragsverlängerungen. Doch der Brite schoss nun vor allem gegen die Verantwortlichen vor ihm.
Die Stimmung bei James Vowles ist derzeit eher gedämpft. © Batchelor / XPB ImagesVowles glaubt nicht an kurzfristigen Erfolg
Gegenüber racingnews365 machte Vowles klar, dass die Probleme, die Williams derzeit hat, weit in der Vergangenheit begonnen haben.
„Wir werden Williams in 12 Monaten nicht reparieren. Das wird nicht passieren. Es sind 20 Jahre Underinvestment. Mit der Kostenobergrenze, die eine der besten Regeln ist, die wir je gemacht haben, investiere ich gerade viel, um Probleme zu beheben, die andere Teams nicht haben.“
Für ihn sei es auch „keine Überraschung, dass die Top-Vier-Teams sich von allen anderen absetzen, wenn ihr eine Regeländerung bekommt, denn das belastet das System komplett.“
In dieser Saison haben die Fahrer von Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull kaum Probleme, in Q3 einzuziehen, da der Rest des Feldes zeitlich weit weg ist. Vowles glaubt nicht, dass man den Abstand schnell aufholen kann.
Kann Williams in den nächsten Jahren wieder konkurrenzfähig werden? © Bearne / XPB ImagesLangfristiger Plan bei Williams bleibt
Man könne nicht „jedes einzelne Problem in einem Jahr ausgraben“, doch man wolle „sicherstellen, dass jede Entscheidung, die wir treffen, die richtige für unseren langfristigen Erfolg ist.“
Vowles wolle keine Entscheidung treffen, die nur kurzfristigen Erfolg bringt, sondern jede Entscheidung, die das Team treffen würde, sei „die richtige für dieses Team für die nächsten fünf Jahre, nicht für ein einziges Jahr.“
In der Vergangenheit betonte Vowles immer wieder, dass man langfristig an die Spitze wolle. Doch durch die derzeitigen Leistungen wirkt dieses Ziel mehr als fraglich. Am Ende wird sich der Brite nicht an Worten, sondern an Taten messen lassen müssen.
Mit den Vertragsverlängerungen von Sainz und Albon hat man zumindest eine Baustelle geschlossen. Doch das Auto bleibt das größte Problem und auch in Monza und Madrid könnte es für den Traditionsrennstall eher düster aussehen – denn jetzt gehen wohl auch noch die Ersatzteile aus.































