Lewis Hamilton feierte in Mexiko zwar sein nächstes Podium für Ferrari, musste aber den Kampf gegen Max Verstappen am Ende aufgeben.
Durch ein gewagtes Startmanöver von Charles Leclerc fiel der Brite hinter seinen Teamkollegen und den Niederländer zurück und konnte am Ende nur den zweiten Platz nach Hause fahren.
Zwischen Sainz und Leclerc gab es immer mal wieder Unstimmigkeiten. © Price / XPB ImagesHamilton mit Sainz-Vergleich
Nach dem Rennen waren sich viele Fans und Experten einig, dass das Startduell zwischen Hamilton und Leclerc am Ende Ferrari den Sieg gekostet habe. In der Pressekonferenz nach dem Rennen holte der Brite gegen seinen Teamkollegen aus und nannte ein ähnliches Teamduell aus der Vergangenheit als warnendes Beispiel.
Bevor ich zu diesem Team kam, als ich noch bei Mercedes war, habe ich das Hin und Her zwischen Charles und Carlos beobachtet und miterlebt. Mehrere Rennen, in denen sie so sehr gekämpft haben, dass der Fahrer vorne einfach davonzog, und sie hätten das Tempo gehabt, um das Rennen tatsächlich zu gewinnen. Es ist eine Sache, wenn das als 4. oder 5. passiert, im Gegensatz zu 1. und 2., und du den Sieg verlierst.
Für den Briten sei das Verhalten von Leclerc „keine Altersfrage“. „Der Kerl ist 28“, monierte der Rekordweltmeister.
Ich denke, es ist eine Mentalitätsfrage. Es ist wie alles oder nichts. So in der Art: Entweder ich gewinne, oder keiner von uns tut es, und es sollte nicht so sein. Es sollte so sein, dass wir, nachdem wir Platz 1 und 2 geholt haben, immer noch ein gutes Gefühl haben.
Leclerc setzte sich in Silverstone gegen Hamilton durch. © Denny / XPB ImagesNeue Marschroute bei Ferrari?
Als Paradebeispiel bezeichnete der Brite sein eigenes Verhalten beim Rennen in Silverstone, das Leclerc am Ende für sich entscheiden konnte.
In Silverstone hätte ich voll auf Kamikaze gehen und ihn abhängen und uns den Sieg kosten können, aber stattdessen haben wir ein Eins-Zwei-Ergebnis geholt, oder war es ein Eins-Drei-Ergebnis? Ich freue mich für das Team, dass es das erlebt hat. Ich hoffe, wir arbeiten auf eine bessere Situation in der Zukunft hin.
Hamilton wurde beim Rennen in Silverstone 3. hinter seinem ehemaligen Teamkollegen George Russell und setzte, anders als Teamkollege Charles Leclerc, nicht auf ein waghalsiges Überholmanöver.
Eines ist klar: Bei Ferrari wird der Druck immer größer. Laut dem F1-Journalisten Giuliano Duchessa soll Scuderia-Boss John Elkann überhaupt nicht glücklich über den Zwischenfall in Mexiko sein.
Klarere Teamanweisungen könnten in Zukunft folgen. Lewis Hamilton bringt sich schon seit Monaten in Stellung, um die Führung im Team zu übernehmen. Welcher Fahrer in Zukunft allerdings profitieren wird, ist noch völlig unklar.































