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Grosjean entschuldigt sich bei McLaren – Honda zieht Konsequenzen, Horner sorgt für neuen Red-Bull-Zoff

Romain Grosjean entschuldigt sich nach heftiger McLaren-Kritik bei Zak Brown, Norris fordert nach seinem VSC-Pech neue Regeln und Honda zieht beim Aston-Martin-Projekt personelle Konsequenzen. Dazu enteilt Antonelli im WM-Kampf, Horners neue Biografie sorgt für Ärger bei Red Bull – und die Formel 1 steht offenbar vor einem Nike-Deal.

©IMAGO / Laci Perenyi / ZUMA Press / Amazon

Romain Grosjean sorgt mit scharfer McLaren-Kritik für Aufsehen – und muss sich anschließend bei Zak Brown entschuldigen. Lando Norris fordert nach seinem VSC-Pech in Madrid Regeländerungen, Honda zieht beim Aston-Martin-Projekt personelle Konsequenzen und Kimi Antonelli enteilt im WM-Kampf. Dazu sorgt Christian Horners neue Biografie bei Red Bull für Ärger – und die Formel 1 steht offenbar vor einem großen Nike-Deal. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Dienstag.

Nach der Formel-1-Premiere auf dem Madring liefert das Wochenende in Madrid reichlich Nachwirkungen. Neben Diskussionen über das sportlich entscheidende Virtual Safety Car sorgen eine öffentliche Entschuldigung von Romain Grosjean, Veränderungen bei Honda und der immer deutlichere WM-Vorsprung von Kimi Antonelli für Gesprächsstoff. Auch abseits der Strecke gibt es neue Spannungen bei Red Bull – und einen möglichen prominenten Neuzugang im Partnerportfolio der Formel 1.

Grosjean entschuldigt sich nach heftiger McLaren-Kritik

Romain Grosjean hat sich öffentlich bei McLaren und CEO Zak Brown entschuldigt. Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte als TV-Experte bei Canal+ Browns Aussagen über Oscar Piastri scharf kritisiert und dem McLaren-Chef sinngemäß vorgeworfen, seinen eigenen Fahrer öffentlich demontiert zu haben.

Das Problem: Brown hatte Piastri gar nicht in dieser Form kritisiert. Seine Aussagen waren in erster Linie ein großes Lob für Lando Norris und dessen Pole-Runde in Madrid. Grosjean räumte später ein, Browns Worte vollständig missverstanden zu haben. 

Nachdem sein Kommentar in den sozialen Medien größere Kreise gezogen hatte, korrigierte Grosjean seine Aussagen noch am Sonntagabend. Er betonte dabei auch, dass ihm bewusst sei, welchen Wert McLaren auf eine faire Behandlung beider Fahrer legt. Damit dürfte der kurzfristige Wirbel um Brown und Piastri zunächst beendet sein. 

©XPB Images

Norris fordert nach Madrid-Pech Änderung der VSC-Regeln

Sportlich wurde das McLaren-Wochenende vor allem durch das Virtual Safety Car geprägt. Norris hatte den Spanien-GP lange kontrolliert, wurde durch den Zeitpunkt der Neutralisation jedoch entscheidend zurückgeworfen.

Der Weltmeister war gerade an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren, als wegen des ausgefallenen Aston Martin von Lance Stroll das VSC aktiviert wurde. Während Kimi Antonelli, Max Verstappen und George Russell sofort stoppen konnten, musste Norris zunächst eine komplette Runde absolvieren. Kurz vor seinem eigenen Boxenstopp wurde das Rennen wieder freigegeben. Zusammen mit einem sieben Sekunden langen Stopp fiel er dadurch von der Führung bis auf Rang fünf zurück. 

Norris kämpfte sich anschließend zwar noch auf Platz drei zurück, fordert nun aber Änderungen. Aus seiner Sicht sollte der zufällige Zeitpunkt einer VSC-Phase nicht derart großen Einfluss auf den Ausgang eines Rennens haben. Die FIA könnte dabei unter anderem Regelungen für Boxenstopps oder die vorgegebenen Delta-Zeiten überprüfen. 

©XPB Images

Honda wechselt Projektleiter des Aston-Martin-Antriebs

Auch bei Aston Martin und Honda gibt es nach dem schwierigen Saisonverlauf Veränderungen. Honda tauscht den Hauptverantwortlichen seines Formel-1-Antriebsprojekts aus.

Tetsushi Kakuda wird als Projektleiter der Powerunit abgelöst. Zum 1. Oktober übernimmt Yoichiro Fukao die Verantwortung. Honda begründet die Entscheidung offiziell mit dem Ziel, die Entwicklung zu beschleunigen und zugleich den Übergang zur nächsten Ingenieursgeneration vorzubereiten. 

Der Zeitpunkt ist dennoch bemerkenswert. Aston Martin-Honda gehört bislang zu den großen Enttäuschungen der Saison. In den ersten zehn Rennwochenenden holte das Team lediglich einen Punkt, insbesondere auf Strecken mit langen Geraden offenbarte die Powerunit deutliche Defizite. 

Honda stellt zwar keinen direkten Zusammenhang zwischen Kakudas Ablösung und der bisherigen Performance her. Der personelle Wechsel erhöht dennoch den Druck, spätestens mit Blick auf 2027 deutliche Fortschritte zu erzielen – auch weil Fernando Alonso seine weitere Zukunft von der Entwicklung des Gesamtpakets abhängig macht. 

©Mercedes AMG F1

Antonelli zieht davon – Hamilton und Russell schreiben Titelkampf fast ab

Im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft wird die Lage immer eindeutiger. Kimi Antonelli baute seine Führung mit dem Sieg in Madrid weiter aus – und zumindest zwei seiner Konkurrenten rechnen kaum noch mit einer Wende.

Lewis Hamilton musste seinen Ferrari nach nur sieben Runden abstellen und erklärte anschließend, Antonelli und Mercedes seien in diesem Jahr aus seiner Sicht kaum noch aufzuhalten. Auch George Russell bezeichnete seine eigenen Titelchancen nach Platz fünf als nur noch theoretisch. 

Antonelli liegt mittlerweile 81 Punkte vor Russell, Hamilton hat bereits 101 Zähler Rückstand. Noch stehen zwar neun Rennwochenenden aus, doch der Trend spricht klar für den 20-jährigen Mercedes-Piloten. Teamchef Toto Wolff will den Kampf dennoch nicht vorzeitig für beendet erklären und verweist auf mögliche Ausfälle oder Zwischenfälle im weiteren Saisonverlauf. 

Antonelli selbst hält sich weiterhin zurück. Trotz seines wachsenden Vorsprungs will der Italiener nach eigener Aussage Rennen für Rennen denken und den Titel noch nicht als entschieden betrachten.

©IMAGO / NurPhoto

Horners Biografie sorgt bei Red Bull für neuen Ärger

Abseits der Strecke droht unterdessen die nächste Auseinandersetzung zwischen Red Bull und seinem früheren Teamchef Christian Horner.

Im Oktober soll Horners Autobiografie „Drive“ erscheinen. Brisant ist vor allem der Veröffentlichungstermin: Das Buch soll am 22. Oktober erscheinen – exakt am Todestag von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz. Dieser war am 22. Oktober 2022 im Alter von 78 Jahren gestorben. 

Nach einem Bericht der BILD wird das Datum im Red-Bull-Umfeld als respektlos empfunden. Aus Horners Umfeld heißt es dagegen, der frühere Teamchef habe keinen Einfluss auf den vom Verlag festgelegten Termin gehabt. Bei Red Bull soll man diese Darstellung allerdings bezweifeln.

Besonders sensibel ist die Angelegenheit aufgrund der gemeinsamen Geschichte: Mateschitz hatte Horner 2005 zum Teamchef gemacht. Über zwei Jahrzehnte führte der Brite Red Bull anschließend durch die erfolgreichen Vettel- und Verstappen-Ären, bevor die Zusammenarbeit 2025 endete. In seinem Buch will Horner offenbar auch seine Sicht auf die Trennung schildern. 

Parallel bleibt bei Red Bull die Fahrerfrage für Baku offen. Isack Hadjar hat inzwischen drei Rennen verpasst. Eine abschließende medizinische Untersuchung soll erst in der Woche vor dem Aserbaidschan-GP entscheiden, ob er zurückkehren kann oder Liam Lawson erneut einspringt. 

©IMAGO / Nexpher Images

Formel 1 offenbar vor großem Nike-Deal

Auch wirtschaftlich könnte die Formel 1 schon bald einen weiteren großen Namen gewinnen. Nach Informationen von GPblog hat sich die Rennserie mit Nike grundsätzlich auf eine Zusammenarbeit geeinigt.

Dabei soll Nike nicht als Ausrüster eines einzelnen Rennstalls auftreten, sondern direkt mit der Formel 1 kooperieren. Vorgesehen ist demnach unter anderem, Mitarbeiter der Rennserie mit Schuhen, Shirts, Hosen und weiteren Artikeln auszustatten. 

Offiziell bestätigt ist der Deal bislang allerdings noch nicht. Dem Bericht zufolge könnte eine Bekanntgabe frühestens rund um den Grand Prix von Las Vegas erfolgen. Die Partnerschaft würde gut zur zunehmenden Positionierung der Formel 1 als globale Sport-, Entertainment- und Lifestylemarke passen. 

Für Nike wäre es zugleich eine prominentere Rückkehr ins Umfeld der Königsklasse. Historisch war der US-Konzern insbesondere durch seine Zusammenarbeit mit Michael Schumacher zwischen 1996 und 2002 in der Formel 1 präsent.

Alle Hintergründe zu Grosjeans McLaren-Eklat, Norris’ Forderung nach neuen VSC-Regeln, den personellen Konsequenzen bei Honda, Antonellis immer größerem WM-Vorsprung, dem neuen Ärger um Christian Horner und dem möglichen Nike-Deal gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.

Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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