Mit seinem elften Platz konnte Esteban Ocon beinahe nochmal Punkteluft schnuppern. Beinahe hätte er nach Monaco nochmal Punkte holen können. Obwohl die Top 10 knapp verfehlt wurde, sind weder er noch Haas enttäuscht.
Platz 11 in Madrid war sein bestes Ergebnis nach Monaco | © Bearne / XPB ImagesFruchtet so langsam das Haas-Upgrade?
Das letzte große Upgrade-Paket brachte der amerikanische Rennstall in Kanada. Dies hatte leider nicht den gewünschten Effekt und immer wieder war gerade in Qualifyings in Q1 Schluss. In Zandvoort gab es zunächst ein Aero-Update für Teamkollege Oliver Bearman, in Monza bekam es dann auch Ocon.
Nach dem Rennen sprach Ocon mit F1TV. „Wir sind alle enttäuscht. Ich glaube, wir hätten viel mehr erreichen können – wir hätten heute Punkte verdient gehabt“, sagte dieser nach dem Rennen. „Der Plan war, beide Audis gleich am Start zu überholen, und das ist uns auch gelungen: Wir haben beide sowohl beim Losfahren als auch im Bereich zwischen Kurve 1 und 2 hinter uns gelassen. Zuerst habe ich Gabi [Bortoleto] direkt beim Start überholt und dann Nico [Hülkenberg] im Bereich der zweiten Kurve. Das lief also sehr gut.“
Ocon hofft auf Punkte bei den nächsten Rennen | © Moy / XPB ImagesDer Franzose betonte, dass die Boxenstopps noch etwas sind, woran man bei Haas arbeiten muss. Denn dort ließen sie wertvolle Sekunden liegen. Aber nicht die Pitcrew sei das Problem gewesen, betonte Ocon. „Uns war klar, dass es schwer werden würde, sie hinter uns zu halten. Aber bis zum Boxenstopp lagen wir in Führung. Bei diesem Stopp haben wir die Position dann verloren. Wir müssen analysieren, was ich hätte besser machen können – ob ich vielleicht etwas präziser hätte anhalten sollen oder was genau passiert ist. Denn eigentlich war unser Stopp ordentlich, sie müssen also einen wirklich, wirklich starken Stopp hingelegt haben“, lobte er.
Aber wir haben da draußen alles gegeben. Ich bin stolz auf alle, denn wir haben einen weiten Weg hinter uns – von einer Phase, in der wir schon in Q1 auf Plätzen jenseits der Top 15 ausgeschieden sind. Jetzt kämpfen wir um Punkte. Das ist also sehr positiv und macht Mut für die kommenden Rennen.
P11 macht Komatsu Hoffnung | © XPB ImagesTeamchef zuversichtlich
Haas-Teamchef Ayao Komatsu ging sogar einen Schritt weiter. Dass man über einen elften Platz enttäuscht ist, sei „ein gutes Zeichen“. Diese Enttäuschung über Platz 11 war vor der Sommerpause noch undenkbar gewesen.
Das Auto funktionierte sehr gut, die Fahrer fuhren stark, und sowohl der Betrieb an der Strecke als auch die Fernsteuerung liefen hervorragend – ich glaube, wir haben heute unser Bestes gegeben.
„Beim Boxenstopp haben wir gegen Audi das Nachsehen gehabt, aber ich glaube nicht, dass das die Schuld unseres Teams war. Eigentlich ist es die Ausrüstung, die wir verbessern müssen, um ihnen bessere Chancen zu ermöglichen“, erklärte Komatsu.
Ich bin ehrlich gesagt sehr zufrieden. Es war eine enorme Teamleistung auf allen Ebenen, und das Auto war konstant – es gab keinerlei Probleme, wie wir sie früher schon hatten.
Es scheint, als wäre Haas so langsam wieder auf dem Aufschwung. Für den Rennstall wäre dies auch dringend notwendig. Schließlich sind sie das Team, das sich seit Saisonbeginn am meisten verschlechtert hat.
Bleibt das Ocon-Bearman-Duo für 2027 bestehen? | © Haas F1 TeamOcon lässt Zukunftspläne durchblitzen
Während des Wochenendes in Madrid ließ der Franzose auch durchblitzen, dass zwischen ihm und Haas Gespräche für die kommende Saison laufen würden. Gerade er müsste Berichten zufolge um seinen Sitz kämpfen, während Teamkollege Oliver Bearman sicher gesetzt sei. „Es ist offensichtlich, dass die Fahrer innerhalb des Teams nicht das Problem sind“, sagte Ocon, „Wenn wir die Autos in einen guten Zustand gebracht haben, in dem sie ihre Leistung bringen können, dann bringen auch wir als Fahrer unsere Leistung.“
Esteban Ocon bestätigte, dass Gespräche stattfinden. Er glaubt, dass seine Leistung stärker geworden ist und er alles aus dem Auto, dass Haas ihm gibt, herausgeholt hat. Aktuell ist noch kein Fahrer für 2027 bei Haas bestätigt.































