Er war einfach zu schnell. Ungewöhnlich für einen Rennfahrer so etwas zu hören. Doch seine Schnelligkeit kostete Lando Norris seinen dritten Saisonsieg.
Am Ende nur Dritter: Lando Norris | © Moy / XPB ImagesUnglückliches Timing trifft auf Wahnsinnsgeschwindigkeit von Norris
Lando Norris ging von Position 1 in die Madrid-Premiere. Es sah auch alles gut aus, er war unglaublich schnell und konnte bereits nach wenigen Runden einen Vorsprung auf Kimi Antonelli herausfahren.
Doch als Lance Stroll aufgrund eines Bremsenausfalls ein virtuelles Safety Car auslöste, nahm das Schicksal seinen Lauf. Der amtierende Weltmeister war da bereits an der Boxeneinfahrt vorbei, während Antonelli und Verstappen hinter ihm zur Box kommen konnten. Gerade als Norris eine Runde später in die Box fuhr, endete das VSC und der Vorteil ging ihm flöten. Dazu ließ ihn ein langsamer Stopp von sieben Sekunden auf den fünften Platz zurückfallen. Nach dem Rennen war der McLaren-Pilot sichtlich frustriert, denn er glaubt, er hätte das Rennen sonst gewinnen können.
Nach dem Rennen reflektierte der Brite seine Performance im Interview mit F1TV. „Die VSC-Phase begann erst, als ich die letzte Kurve schon hinter mir hatte“, analysierte er nach dem Rennen. „Die anderen hatten heute großes Glück – oder ich eben Pech, je nachdem, wie man es betrachtet.“
Natürlich bin ich der Meinung, dass ich es heute verdient hätte. Wir haben sehr gute Arbeit geleistet. Ich habe an diesem Wochenende meiner Meinung nach alles richtig gemacht – dass es dann so ausgeht wie heute, ist einfach ziemlich mies.
Norris war zu schnell unterwegs in Madrid | © Moy / XPB ImagesVSC-Regelung anpassen?
Gerade die Regelung des VSC frustrierte ihn, doch das gehöre zum Rennsport dazu. „Es ist Formel 1 – das Rennen sollte durch die beste Leistung und eine gute Strategie gewonnen werden, etwa durch einen langen Stint oder Ähnliches“, erklärte der amtierende Weltmeister. „Heute war es einfach eine Regel, die einigen deutlich mehr nützt als anderen. Ich weiß, so ist der Rennsport, also kann ich mich nicht allzu sehr dagegen aussprechen.“
Wenn es umgekehrt wäre, würde mir das natürlich passen – aber wenn ich das Gefühl habe, ein perfektes Wochenende gefahren zu sein, [im Qualifying] einen so guten Job gemacht zu haben und auch [im Rennen] eine großartige Leistung gezeigt zu haben, dann tut das weh. Da kann man nichts machen.
In der Pressekonferenz nach dem Rennen sprach er an, dass man über eine Änderung der Regeln des virtuellen Safety Cars sprechen könnte. Er schlug vor, dass es beispielsweise mindestens zwei Runden angezeigt bleiben könnte, um jedem Fahrer eine faire Chance auf einen Boxenstopp zu bieten.
Für Norris ein unglückliches Wochenende, doch er versucht das Positive aus Spanien mitzunehmen und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft.































