Die Formel 1 befindet sich gerade in einer wirklichen Reglements-Findungsphase. Viele Fans, Experten und Fahrer sind nicht zufrieden mit der neuen Ära der Königsklasse des Motorsports und fordern Veränderungen.
Schon im nächsten Jahr soll daher der Anteil zwischen Verbrenner- und Elektro-Leistung von 50:50 auf 60:40 zugunsten des Verbrenners angepasst werden. Doch das würde aller Voraussicht nach Probleme mit sich bringen.
Alan Permane macht klar, dass die Rennen im nächsten Jahr kürzer werden könnten. © IMAGO / justpictures.chChassis zu klein für Rennen im nächsten Jahr?
Denn, die Änderung, die immer noch nicht final beschlossen würde, würde bedeuten, dass die Teams mutmaßlich die Autos verändern müssten. Denn mehr Treibstoffverbrauch würde dazu führen, dass der Tank wohl größer werden müsse, um die Renndistanzen bewältigen zu können.
Doch, eine Vergrößerung des Tanks würde das Gewicht des Wagens verändern und gleichzeitig viel Geld kosten, um das Chassis daran anzupassen. Eine Möglichkeit, die diskutiert wird, ist, die Rennen um ein bis zwei Runden zu verkürzen, damit das Chassis nicht zwangsläufig umgebaut werden muss.
Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane bestätigte in einer Medienrunde diese Überlegungen.
„Was das Chassis betrifft, haben wir bereits gesprochen und eine Einigung erzielt, sicherlich auf der Ebene der Teamchefs. Falls jemand sein Chassis behalten möchte und dieses nicht groß genug ist, um die Distanz von 310 Kilometern in einigen Rennen zu bewältigen, würde man, nur dort, wo es notwendig ist, die Rennen vielleicht um ein oder zwei Runden verkürzen, wobei die Runde zur Startaufstellung auf eine begrenzt wird.“
Doch noch ist völlig unklar, wie der Zeitplan für die Regeländerung ist. Denn nur Mercedes und Red Bull scheinen derzeit klare Fürsprecher zu sein. Andere Teams wie Ferrari und Audi wollen vorwiegend mit dem Blick auf das ADUO noch abwarten. Auch könnte eine kurzfristige Änderung viele Ressourcen schlucken, die die Teams vielleicht an anderer Stelle bräuchten.
Ayao Komatsu ist gegen eine Budget-Obergrenze. © IMAGO / EibnerWird die Budgetobergrenze angehoben?
Doch es gibt noch eine zweite Möglichkeit, die in Betracht gezogen werden könnte. Denn, wenn die Budgetobergrenze für die Teams angehoben würde, könnten diese dafür sorgen, dass das Chassis an den neuen Tank angepasst wird.
Vor allem Teams wie Mercedes oder Red Bull, die sowieso viel Geld investieren, würden sich darüber sicher freuen. Haas-Teamchef Ayao Komatsu machte gegenüber motorsport.com klar, dass er diese Lösung keinesfalls unterstützen werde.
„Ich möchte die Budgetobergrenze nicht erhöhen. Schon in diesem Jahr ist die Budgetobergrenze viel höher. Viel höher, nicht wahr? Und dann hätte man einen weiteren Grund, um sie erneut um 2 Millionen, um 5 Millionen zu erhöhen. Dann ist es keine Budgetobergrenze mehr.“
Eins ist klar: Die Diskussionen um das Reglement im nächsten Jahr sind wohl noch lange nicht dabei. Viele werden nervös auf die kommenden Wochen schauen. Vor allem Max Verstappen – der seine Zukunft in der Formel 1 wohl an diese Änderung knüpft.




































